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Cupra Formentor – Jungbrunnen für den VW-Konzern.

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Der Cupra Formentor spricht vor allem jene an, die sich von konservativen Automarken nicht mehr angezogen fühlen.

Mit scharfem Design, sportlichem Fahrverhalten und einer ordentlichen Portion Eigenständigkeit verschafft Cupra dem Volkswagen-Konzern frische Kundschaft.

Es gibt Autos, die gefallen. Und es gibt Autos, die eine bestimmte Zielgruppe direkt ins Herz treffen. Der Cupra Formentor gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Während unseres Tests waren es vor allem jüngere Menschen, die sich spontan für den Formentor begeisterten. Ein Auto, das auffällt, sportlich aussieht und nicht nach klassischer Konzernware schreit.

Genau das ist die große Stärke des Formentor. Er ist mittlerweile ein wichtiger Baustein der Marke Cupra – und damit auch für den Volkswagen-Konzern. Denn in Zeiten, in denen sich die Automobilwelt massiv verändert und viele jüngere Käufer mit traditionellen Marken immer weniger anfangen können, braucht es Modelle wie den Formentor.

Das neue Cupra-Gesicht

Seit dem Facelift trägt der Formentor das neue Familiengesicht von Cupra. Der prägnante Kühlergrill der ersten Generation ist verschwunden. An seine Stelle tritt eine deutlich flachere und technischere Front. Besonders auffällig sind die neuen Scheinwerfer mit ihren drei charakteristischen Dreiecken.

Dieses Design zieht sich mittlerweile durch die gesamte Cupra-Modellpalette. Ob es gefällt, bleibt – wie so oft beim Autodesign – Geschmackssache. Klar ist aber: Der Formentor wirkt damit deutlich moderner und noch eigenständiger. Ein bisschen kurios ist allerdings, dass der Formentor als Verbrenner jetzt von vorne beinahe wie ein Elektroauto aussieht. Der Verbrennungsmotor versteckt sich jedenfalls optisch ziemlich erfolgreich.

Der Rest des Designs ist weitgehend vertraut geblieben – und das ist gut so. Scharfe Linien, ein sportlicher Dachverlauf und eine markante Heckpartie prägen weiterhin den Formentor. Hinten sorgen die durchgehenden LED-Leuchten und das beleuchtete Cupra-Logo für einen besonders gelungenen Auftritt. Das ist tatsächlich ziemlich cool.

Bundesheergrün? Wir finden es großartig!

Unser Testwagen war ein Cupra Formentor Tribe Edition in Mangan-Grün Matt. Dazu kamen die 19-Zoll-Felgen Artic. Böse Zungen könnten bei dieser Farbkombination durchaus von „Bundesheergrün“ sprechen. Wir finden: Diese Farbe passt hervorragend zum Formentor.

Das matte Grün bringt die scharfen Linien des Fahrzeugs besonders gut zur Geltung. Die Tribe Edition wirkt außen wie innen sehr konsequent durchkomponiert. Die Farbe zieht sich bis zu den Felgen durch und verleiht dem ohnehin auffälligen SUV-Coupé einen sehr eigenständigen Auftritt. Der Formentor will nicht jedem gefallen. Er will auffallen. Und das gelingt ihm.

Sportlich sitzen

Auch der Innenraum setzt den dynamischen Charakter des Exterieurs fort. Die Sitze sehen nicht nur sportlich aus, sondern bieten auch entsprechenden Seitenhalt. Das Lenkrad liegt hervorragend in der Hand und vermittelt bereits beim Einsteigen: Dieses Auto möchte nicht einfach nur von A nach B fahren.

Die Platzverhältnisse sind ordentlich. Der Formentor ist kein Raumwunder, aber für den Alltag ausreichend geräumig. Vorne sitzt man sehr gut, im Fond geht es einen Hauch enger zu. Für junge Paare oder kleine Familien ist das Platzangebot aber durchaus alltagstauglich.

Auch bei der Bedienung hat sich Cupra weiterentwickelt. Die Bedienlogik funktioniert grundsätzlich gut und wirkt deutlich weniger überladen. Wer das Konzern-Infotainment verinnerlicht hat, wird auch im Formentor gut zurecht kommen. Das Design und die Atmosphäre im Innenraum sind ebenfalls stimmig. Der Formentor wirkt nicht wie ein gewöhnlicher Kompakt-SUV, sondern vermittelt auch innen deutlich mehr Sportlichkeit.

Fährt genau so sportlich, wie er aussieht

Und dann kommt der Moment, in dem der Formentor seine Versprechen einlösen muss. Denn ein Auto, das derart sportlich aussieht, darf sich nicht wie ein gewöhnlicher Kompakt-SUV fahren. Der Formentor kann das.

Das Fahrwerk gehört zu den großen Stärken des Autos. Der Wagen liegt satt auf der Straße, lenkt präzise ein und vermittelt jederzeit ein sportliches Gefühl. Dabei bleibt der Komfort durchaus auf einem guten Niveau. Der Formentor ist kein kompromissloser Sportwagen, sondern ein sportlicher Alltagsbegleiter.

Trotzdem ertappt man sich schnell bei dem Gedanken: Dieses Fahrwerk könnte deutlich mehr Leistung vertragen. Und damit sind wir beim getesteten Motor.

150 PS sind genug – aber …

Der 1,5-Liter-eTSI mit 150 PS und DSG macht seine Sache ordentlich. Im Alltag ist der Motor ausreichend kräftig, das Doppelkupplungsgetriebe arbeitet angenehm und der Formentor lässt sich damit entspannt und souverän bewegen. Mit 150 PS ist man keineswegs untermotorisiert unterwegs.

Aber der Formentor weckt Begehrlichkeiten. Alles in einem schreit nach dem scharfen VZ5. Nach noch mehr Leistung, noch mehr Sound und noch mehr Dynamik. Das gesamte Auto würde das jedenfalls problemlos vertragen.

Der getestete 150-PS-TSI bleibt aber natürlich die vernünftigere Wahl. Er bietet ausreichend Leistung für den Alltag und hält gleichzeitig die Betriebskosten im Rahmen. Während unseres Tests lag der Verbrauch bei 6,3 Litern auf 100 Kilometer. Für ein sportlich gezeichnetes SUV-Coupé mit Benzinmotor ist das ein durchaus ordentlicher Wert.

Fazit: Frische Kundschaft für den Konzern

Der Cupra Formentor ist mehr als nur ein weiteres SUV-Modell im Volkswagen-Konzern. Er ist ein Türöffner. Vor allem jüngere Menschen fühlen sich von seinem Design angesprochen. Der Formentor wirkt eigenständig, modern und sportlich. Er sieht nicht nach klassischem Volkswagen aus und möchte auch nicht so wirken. Genau das dürfte für viele Käufer ein entscheidender Grund sein, sich für einen Cupra zu interessieren.

Die Tribe Edition unterstreicht diesen Charakter zusätzlich. Mangan-Grün Matt ist vielleicht nicht jedermanns Sache – für uns passt die Farbe aber perfekt zum Formentor. Der getestete 1.5 eTSI mit 150 PS ist dabei die vernünftigste Motorisierung. Der Formentor könnte zwar deutlich mehr Leistung vertragen, aber auch mit 150 PS macht er Spaß. Das Fahrwerk ist hervorragend, der Verbrauch mit 6,3 Litern auf 100 Kilometer in Ordnung und das Gesamtpaket im Alltag überzeugend.

Mit einem Preis von ab 48.350 Euro ist der Cupra Formentor Tribe Edition 1.5 eTSI DSG kein Schnäppchen. Dafür bekommt man ein Auto, das sich klar vom automobilen Mainstream abhebt. Und genau deshalb ist Cupra für den Volkswagen-Konzern so wichtig. Die Marke spricht Menschen an, die sich von den klassischen Konzernmarken nicht mehr angesprochen fühlen. Der Formentor zeigt, wie man diese Zielgruppe erreichen kann: mit eigenständigem Design, sportlichem Charakter und einer ordentlichen Portion Emotion.

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