Ein warmer Herbsttag im Burgenland, eine besondere Location und jede Menge Gelegenheit zum Ausprobieren: Volkswagen lud am 1. Oktober 2026 zum nationalen Pressefahrtag nach Donnerskirchen. Wir waren für „Es lebe das Auto“ vor Ort – und entdeckten zwischen elektrischen Neuheiten auch nostalgische Details, überraschend viel Stauraum und ein gut gehütetes Geheimnis.
Es war einer dieser Tage, an denen man den Herbst gerne noch ein wenig auf Abstand hält. Die Sonne zeigte sich von ihrer freundlichen Seite, und das Burgenland lieferte die passende Kulisse. Wo könnte man einen Fahrtag besser verbringen als in der Region rund um den Neusiedler See?
Volkswagen hatte dafür das „Zum Gogosch“ am Seehof 1 in Donnerskirchen gewählt. Eine schöne Location, bereitstehende Fahrzeuge und Zeit, sich selbst ein Bild zu machen: Die Voraussetzungen für einen gelungenen Redaktionsausflug waren gegeben.






Vom kompakten Polo bis zum großen Reisekombi
Das Programm spannte einen weiten Bogen durch die elektrische Volkswagen-Welt. ID. Polo, ID.3 Neo, ID.4 und ID.7 Tourer standen für Testfahrten bereit. Vom kompakten Alltagsbegleiter bis zum geräumigen Reisekombi ließ sich erleben, wie unterschiedlich Elektromobilität ausfallen kann.
Ergänzt wurde das Feld durch zwei Ausblicke auf kommende Modelle: ID. Cross und ID.4-Nachfolger wurden statisch gezeigt. Anschauen, genauer hinsehen und neugierig werden gehörten also genauso dazu wie das Fahren.
Unser besonderes Interesse galt zunächst einem Namen, der seit Jahrzehnten fest zur Marke gehört: dem Polo. Jetzt mit einem „ID.“ davor und einem elektrischen Antrieb darunter.







ID. Polo: Die Überraschung liegt unter dem Ladeboden
Über den neuen ID. Polo konnten wir mit Richard Gollatsch, Markentrainer Volkswagen Pkw, sprechen. Danach ging es selbst hinter das Lenkrad.
Bei unserer Fahrt fielen vor allem drei Dinge positiv auf: das ausgesprochen gute Abrollen, das Bremsgefühl und das Platzangebot. Der kleine Volkswagen hinterließ einen angenehm erwachsenen Eindruck. Gerade beim Abrollen und Bremsen zeigte er Qualitäten, die man im täglichen Einsatz schnell zu schätzen weiß.
Und dann wäre da noch der Kofferraum. Schon beim Öffnen denkt man: Für einen Polo geht hier ordentlich etwas hinein. Die eigentliche Überraschung folgt aber erst beim Blick unter den Ladeboden. Dort zeigt sich, wie viel zusätzlichen Stauraum eine geschickt angeordnete Antriebstechnik ermöglichen kann.
Die Hinterachse ist natürlich weiterhin vorhanden. Der kompakte elektrische Frontantrieb braucht jedoch keinen Antriebsmotor im Heck. Zusammen mit dem Raumkonzept schafft das Platz dort, wo man ihn für Taschen, Einkäufe und Reisegepäck gut brauchen kann. Volkswagen nennt insgesamt 441 Liter Kofferraumvolumen – gut ein Viertel mehr als beim Polo mit Verbrennungsmotor.
Unser Eindruck: Außen Polo, beim Einladen erstaunlich großzügig.
Casio lässt grüßen: moderne Technik mit Retrogefühl


Im Innenraum gab es ein Detail, das uns besonders gefallen hat: die nostalgische Darstellung der digitalen Instrumente.
Kennt ihr noch die digitalen Casio-Uhren? Und die alten Röhrenfernseher, vor denen man früher gesessen ist? Genau dieses Gefühl kam bei uns kurz auf: vertraut, ein bisschen verspielt und mit einer ordentlichen Portion Erinnerung verbunden.
Volkswagen greift bei der Retro-Anzeige tatsächlich die Instrumentenoptik des späten Golf I auf und übersetzt sie ins digitale Cockpit.



Das fanden wir richtig nett. Moderne Technik darf schließlich auch Charakter haben. Hier schafft es VW, aktuelle Displays mit einem Retrogefühl zu kombinieren, das einem ein kleines Grinsen ins Gesicht zaubert. Man sitzt in einem neuen Elektroauto und fühlt sich für einen Moment trotzdem ein paar Jahrzehnte zurückversetzt.
ID.7 GTX: „Oma, deinen Sitz stellen wir schon ein!“
Auch mit dem ID.7 GTX waren wir unterwegs. Dabei entdeckten wir eine Komfortfunktion, die im Alltag durchaus ihren Auftritt verdient.
In welchem Auto lässt sich der Beifahrersitz bequem vom Fahrerplatz aus einstellen? In unserem Testwagen war genau das möglich. Statt sich quer durchs Auto zu beugen und seitlich nach den passenden Schaltern zu suchen, konnte der Fahrer die Verstellung übernehmen.
Da denkt man gleich an die nächste Familienausfahrt: „Oma, Opa, herzlich willkommen – euren Sitz richten wir schon her!“ Vor dem Einsteigen die passende Position vorbereiten und unseren Liebsten ein wenig Sucherei ersparen: Das hat durchaus Charme.
Das großzügige Raumangebot zeigte noch eine andere angenehme Seite. Für eine Pause ließen sich die Sitze weit zurückstellen und in eine entspannte Ruheposition bringen. An einem geeigneten Parkplatz kurz die Augen schließen und Energie tanken? Da bekommt der Begriff „Ladepause“ gleich eine zweite Bedeutung.
Das Auto lädt Strom. Wir laden uns auf.
Eine Tür geht auf – die Kamera bleibt aus
Und dann war da noch dieser Moment, der einen Pressefahrtag besonders macht: ein Blick auf den neuen ID4 NACHFOLGER








Wir durften sogar ins Innere schauen. Fotografieren war allerdings nicht erlaubt. Deshalb gibt es hier keine verräterische Detailaufnahme und keinen Versuch, das Geheimnis vorzeitig zu lüften.
Nur so viel: Im neuen Interieur gibt es einiges zu entdecken.
Eine geöffnete Tür, ein kurzer Blick hinein – und plötzlich schaut man sehr genau hin. Was wirkt vertraut? Was ist neu? Welche Details werden erst richtig sichtbar, wenn Volkswagen die Tarnung endgültig fallen lässt?
Die Antworten bleiben vorerst hinter der geschlossenen Tür. Unsere Neugier ist jedenfalls geweckt.
Ein Fahrtag mit kleinen und großen Überraschungen
Der Volkswagen DRIVE DAY bot eine schöne Mischung aus Austausch, eigenen Fahreindrücken und Ausblicken auf kommende Modelle. Dazu ein Burgenland, das sich noch einmal von seiner warmen Herbstseite zeigte.
Der ID. Polo punktete bei uns mit seinem Abrollen, dem Bremsgefühl und einem Kofferraum, bei dem sich der zweite Blick besonders lohnt. Im Cockpit sorgte die Retro-Anzeige für ein Lächeln. Der ID.7 GTX zeigte wiederum, dass Komfort manchmal in ganz praktischen Details steckt.
Und der Erlkönig? Der hat uns mit mehr Fragen nach Hause geschickt, als wir mitgebracht hatten. Genau so bleibt eine kommende Premiere spannend.

