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Opel Grandland Plug-in Hybrid: Der Vernunft-SUV für Familien

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Die Diskussion rund um die Elektromobilität wird oft unnötig ideologisch geführt. Dabei gibt es viele Autofahrer, die zwar elektrisch unterwegs sein möchten, den vollständigen Umstieg auf ein reines Elektroauto aber noch scheuen. Genau für diese Zielgruppe wurde der Opel Grandland Plug-in Hybrid gebaut. Er verbindet den elektrischen Alltag mit der Freiheit eines klassischen Verbrenners – und macht das erstaunlich überzeugend.

Laden zahlt sich aus

Wer einen Plug-in-Hybrid fährt, muss ihn auch wie einen Plug-in-Hybrid behandeln. Genau dann spielt auch der Grandland seine Stärken aus. Hängt er regelmäßig daheim an der Steckdose, lassen sich viele Alltagsfahrten rein elektrisch erledigen. Pendeln zur Arbeit, Einkaufen oder der Weg zum Sport gelingen nahezu lautlos und lokal emissionsfrei.

Ist die Batterie gut gefüllt, arbeitet das Zusammenspiel zwischen Elektro- und Benzinmotor ausgesprochen harmonisch. Im Hybrid-Modus entscheidet das System treffsicher, welcher Antrieb gerade am effizientesten ist. Das Ergebnis ist ein souveränes, entspanntes Fahrerlebnis.

Während unseres Tests pendelte sich der Durchschnittsverbrauch bei 6,5 Litern pro 100 Kilometer ein. Dieser Wert sagt allerdings nur einen Teil der Wahrheit. Wer konsequent lädt, kann im Alltag deutlich niedrigere Verbrauchswerte erzielen. Wer hingegen den Grandland kaum an die Steckdose hängt, nutzt den größten Vorteil dieses Antriebskonzepts praktisch nicht aus.

Typisch Opel – klar, kantig und unverwechselbar

Der Grandland ist auf den ersten Blick als Opel erkennbar. Die markante Linienführung, die klaren Flächen und vor allem die charakteristische Kante auf der Motorhaube verleihen ihm eine eigenständige Optik. Das Besondere: Diese Kante sieht man auch vom Fahrersitz aus. Sie dient beim Einlenken beinahe als natürliche Orientierungshilfe – ähnlich wie früher der legendäre Mercedes-Stern auf der Motorhaube. Gerade auf schmalen Landstraßen oder in engen Kurven vermittelt das ein angenehmes Gefühl für die Fahrzeugbreite.

Die kantige Karosserie wirkt modern und selbstbewusst, ohne überzeichnet zu sein. Insgesamt erinnert der Grandland optisch an einen groß geratenen Astra – was durchaus als Kompliment verstanden werden darf. Ein weiteres Markenzeichen moderner Opel-Modelle ist das hervorragende Matrix-Licht, das auch im Grandland zu den absoluten Highlights zählt. Nachtfahrten werden dadurch deutlich entspannter und sicherer.

Viel Platz, viel Komfort

Im Innenraum setzt Opel seine bekannte Linie konsequent fort. Die ausgezeichneten Komfortsitze gehören erneut zu den besten ihrer Klasse und machen auch lange Etappen ausgesprochen angenehm. Ergonomie wird bei Opel traditionell großgeschrieben – und das merkt man im Alltag bei jeder Fahrt.

Auch im Cockpit dominiert die klare Formensprache mit den markanten Kanten. Das Ambiente wirkt funktionell und hochwertig, erreicht allerdings nicht ganz das elegante Flair seines technischen Bruders, des Peugeot 5008. Dafür punktet der Opel mit einem meist günstigeren Preis und einer angenehm sachlichen Bedienung.

Das Platzangebot lässt praktisch keine Wünsche offen. Vorne sitzt man großzügig, im Fond reisen auch Erwachsene bequem, und der Kofferraum bietet reichlich Stauraum für Familienurlaub, Kinderwagen oder den Großeinkauf.

Gelassen statt sportlich

Wer einen sportlichen Kurvenräuber erwartet, ist im Grandland an der falschen Adresse. Sein Charakter ist eindeutig auf Komfort ausgelegt. Das Fahrwerk rollt angenehm weich ab, Unebenheiten werden sauber weggefiltert und auch längere Autobahnetappen meistert das SUV ausgesprochen entspannt.

Seine beste Seite zeigt der Plug-in-Hybrid mit voll geladenem Akku. Dann steht die komplette Systemleistung zur Verfügung und der Grandland wirkt angenehm kräftig und spontan. Ist die Batterie weitgehend leer, verliert er naturgemäß etwas von seiner Dynamik. Der Benziner erledigt seine Arbeit aber weiterhin souverän, sodass der Leistungsabfall nie störend wirkt.

Der Opel Grandland Plug-in-Hybrid kombiniert einen 1,6-Liter-Turbobenziner (150 PS) mit einem 125 PS starken Elektromotor zu einer Systemleistung von 195 PS. Die 17,9-kWh-Batterie ermöglicht eine elektrische WLTP-Reichweite von bis zu 82 Kilometern. Die Beschleunigung auf 100 km/h gelingt in rund 7,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 220 km/h.

Fazit

Der Opel Grandland Plug-in Hybrid ist kein Auto für Extremsportler, sondern für Familien und Vielfahrer mit einem realistischen Blick auf den Alltag. Wer regelmäßig lädt, profitiert von einer überzeugenden elektrischen Reichweite (rund 60 Kilometer im Test), niedrigen Betriebskosten und einem harmonischen Antriebskonzept. Dazu kommen jede Menge Platz, hervorragende Sitze, ausgezeichnetes Matrix-Licht und ein ausgewogenes Fahrwerk.

Für alle, die den Schritt zum reinen Elektroauto noch nicht gehen möchten, aber dennoch möglichst oft elektrisch unterwegs sein wollen, gehört der Grandland Plug-in Hybrid derzeit zu den interessantesten Angeboten seiner Klasse.

Opel verlangt für den Grandland Plug-in Hybrid je nach Ausstattungslinie und Aktion Listenpreise ab rund 40.000 Euro.

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