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Flüsterfahrt durch die Wachau: Der neue DS N°7 zeigt französische Größe

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Von Krems über Langenlois und Gföhl bis zur Rosenburg: Beim exklusiven Drive Day von Stellantis konnten wir den neuen, vollelektrischen DS N°7 erstmals auf niederösterreichischen Straßen erleben. Und selten war eine Testfahrt so angenehm leise.

Es gibt Pressetermine, bei denen man viele Zahlen hört, kurz um ein Auto herumgeht und anschließend mit einem USB-Stick voller Informationen nach Hause fährt. Und dann gibt es Termine, bei denen man tatsächlich erfährt, was ein neues Modell ausmacht.

Der heutige Drive Day von Stellantis in Krems an der Donau gehörte eindeutig zur zweiten Sorte.

Als Redakteur von „Es lebe das Auto“ folgte ich der Einladung ins Steigenberger Hotel & Spa Krems. Dort wartete auf eine bewusst klein gehaltene Runde von Medienvertretern der neue DS N°7. Nicht nur zum Anschauen, sondern vor allem zum Fahren. Die Route führte von Krems über Langenlois und Gföhl bis zur Rosenburg und wieder retour – eine schöne Mischung aus Ortsgebiet, Landstraße, Kurven und entspannten Passagen durch das spätsommerliche Niederösterreich.

Ein neuer Name und ein starker Auftritt

Wichtig vorweg: Der neue DS N°7 – gesprochen „DS Nummer Sieben“ – ist nicht einfach nur ein leicht überarbeiteter DS 7. Er steht für den nächsten großen Schritt der französischen Premiummarke und tritt mit einer deutlich selbstbewussteren Formensprache auf.

Mit einer Länge von 4,66 Metern, einer Breite von 1,90 Metern und seiner langgezogenen Silhouette besitzt er ordentlich Präsenz. Dabei wirkt er nicht unnötig wuchtig. Klare Kanten, die markante Front, schmale Leuchten und die senkrecht verlaufende Lichtsignatur geben ihm einen hohen Wiedererkennungswert.

Der DS N°7 möchte nicht jedem gefallen. Das muss er auch nicht. Er zieht seine Linie durch – elegant, ein wenig extravagant und typisch französisch. Während andere Premium-SUV optisch oft möglichst ernst und martialisch auftreten, erlaubt sich der DS N°7 mehr Stil und ein bisschen große Bühne.

Frankreich kann Theater – auch im Auto

DS vermittelt schon seit Jahren das Gefühl von Theater, Kunst und französischer Haute Couture. Im neuen N°7 wird diese Idee noch deutlicher.

Der Innenraum ist nicht einfach nur ein Arbeitsplatz mit Lenkrad und Bildschirm. Er ist inszeniert. Formen, Oberflächen, Ziernähte und Materialien greifen ineinander. Details wie das von Uhrenarmbändern inspirierte Sitzdesign, das bekannte „Clous de Paris“-Muster oder die sorgfältig gestalteten Bedienelemente machen deutlich, dass hier nicht bloß praktisch gedacht wurde.

Manche Lösungen muss man vielleicht einen Moment länger ansehen, bevor man sie vollständig versteht. Aber genau das unterscheidet dieses Auto von vielen glattgezogenen Mitbewerbern. Im DS N°7 gibt es noch etwas zu entdecken.

Das neue Lenkrad mit seinen markanten X-förmigen Speichen passt perfekt zu diesem Ansatz. Dahinter befindet sich ein digitales 10-Zoll-Kombiinstrument, während in der Mitte ein großer 16-Zoll-Bildschirm sitzt. Trotz dieser digitalen Ausstattung bleibt das Cockpit wohnlich und wirkt nicht wie ein rollendes Elektronikgeschäft.

Sitzen wie in der ersten Reihe

Besonders positiv sind uns die Sitze aufgefallen. Sie sind weich, großzügig dimensioniert und schlichtweg sehr, sehr gemütlich. Gleichzeitig geben sie genügend Halt, wenn die Straße zwischen Gföhl und Rosenburg etwas kurviger wird.

Der DS N°7 ist kein Auto, das seine Insassen ständig daran erinnern möchte, wie sportlich es theoretisch sein könnte. Er will in erster Linie komfortabel sein. Und das gelingt ihm ausgesprochen gut.

Hier sitzt man nicht einfach nur im Auto – man lässt sich nieder.

Je nach Ausstattung gibt es Materialien wie Alcantara oder natürlich gegerbtes Nappaleder sowie beheizte, belüftete und massierende Vordersitze. In der Topversion kommt sogar ein Nackenwärmer hinzu. Das klingt zunächst nach einem netten Extra, passt aber gut zum grundsätzlichen Charakter: Der N°7 möchte seine Passagiere umsorgen.

Draußen bleibt draußen

Die größte Überraschung während unserer Testfahrt war jedoch die Ruhe im Innenraum.

Natürlich fährt ein Elektroauto grundsätzlich leiser als ein Verbrenner. Beim DS N°7 geht es aber nicht nur um den fehlenden Motorlärm. Auch Wind-, Reifen- und Umgebungsgeräusche werden hervorragend abgeschirmt. Außengeräusche nimmt man im Fahrzeug beinahe nicht mehr wahr.

Das spezielle Akustik-Verbundglas und die schallabsorbierenden Materialien leisten ganze Arbeit. Selbst auf schlechteren Fahrbahnabschnitten bleibt es im Innenraum angenehm ruhig. Unterhaltungen funktionieren ohne erhobene Stimme, Musik kann leise gehört werden und die Landschaft zieht beinahe lautlos vorbei.

„Flüsterfahrt“ ist bei diesem Auto keine übertriebene Formulierung.

Unterstützt wird das komfortable Erlebnis durch die aktive Fahrwerksregelung. Eine Kamera erfasst die Fahrbahn vor dem Fahrzeug, Sensoren erkennen Unebenheiten und die Dämpfung wird für jedes Rad angepasst. Davon bekommt man als Fahrer erfreulich wenig mit – und genau das ist das größte Kompliment. Der DS N°7 gleitet, ohne schwammig zu wirken, und bleibt auch in schnelleren Kurven angenehm kontrolliert.

Viel Licht und ein luftiges Raumgefühl

Der Innenraum profitiert zudem von deutlich größeren Glasflächen. Laut Präsentation bietet das Panoramadach rund 40 Prozent mehr Glasfläche, hinzu kommen etwa 30 Prozent mehr Seitenverglasung. Das Ergebnis ist ein wunderbar lichtdurchfluteter Innenraum.

Vor allem in Verbindung mit dem großen Panorama-Glasdach entsteht ein offenes und großzügiges Raumgefühl. Auch auf den hinteren Plätzen fühlt man sich nicht weggesperrt. Die großen Fondtüren erleichtern den Einstieg und im Kofferraum stehen bis zu 560 Liter zur Verfügung.

Trotz der markanten Dachlinie bleibt der DS N°7 damit ein Auto, das nicht nur gut aussehen, sondern auch im Alltag funktionieren möchte.

Unterwegs mit der „normalen“ Elektroversion

Gefahren sind wir den DS N°7 E-Tense FWD mit Frontantrieb und der kleineren der beiden verfügbaren Batterien. Wobei „klein“ relativ ist: Der Akku besitzt eine nutzbare Kapazität von 73,7 kWh.

Der Elektromotor leistet 169 kW beziehungsweise 230 PS. Kurzzeitig stehen über die Boost-Funktion bis zu 190 kW oder 258 PS zur Verfügung. Die WLTP-Reichweite wird mit bis zu 539 Kilometern angegeben.

Auf der niederösterreichischen Landstraße fühlt sich der Antrieb genau richtig an. Die Leistung setzt unmittelbar, aber nicht unangenehm aggressiv ein. Der N°7 beschleunigt souverän und gleichmäßig. Er muss niemanden mit einem brutalen Tritt in den Rücken beeindrucken – sein Thema ist die entspannte, kraftvolle Fortbewegung.

Über Schaltwippen hinter dem Lenkrad lässt sich die Rekuperation in mehreren Stufen einstellen. Auch ein Einpedalbetrieb ist möglich. Das funktioniert intuitiv und ermöglicht es, nach kurzer Eingewöhnung viele Situationen ohne Einsatz des Bremspedals zu bewältigen.

Die Batterie kann an einer geeigneten Schnellladestation innerhalb von rund 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden. Für den Alltag und auch für längere Reisen ist diese Basisversion damit bereits ordentlich aufgestellt. Wer noch weiter kommen möchte, kann zur Long-Range-Version mit 97,2-kWh-Batterie und bis zu 734 Kilometern WLTP-Reichweite greifen.

Noch beinahe druckfrisch

Besonders spannend war, wie jung die bereitgestellten Fahrzeuge tatsächlich waren. Teilweise handelte es sich noch um Vorserienmodelle mit weniger als 1.000 Kilometern auf dem Tacho.

Wir saßen also nicht in perfekt eingefahrenen Presseautos, die bereits durch halb Europa gereicht wurden, sondern in Fahrzeugen, die beinahe direkt aus der Produktion kamen. Umso bemerkenswerter war der bereits sehr stimmige Gesamteindruck.

Natürlich ersetzt eine erste Ausfahrt keinen ausführlichen Alltagstest. Verbrauch, Reichweite unter unterschiedlichen Bedingungen, Ladeverhalten und Bedienung müssen wir uns bei einem längeren Test noch genauer ansehen. Der erste Eindruck ist aber eindeutig: Der neue DS N°7 versteht Komfort nicht als Werbespruch, sondern als seine wichtigste Aufgabe.

Der erste Eindruck

Der DS N°7 ist kein Elektro-SUV, das mit möglichst brutaler Leistung beeindrucken möchte. Er überzeugt auf eine andere Art: mit Ruhe, außergewöhnlich bequemen Sitzen, einem komfortablen Fahrwerk, einem lichtdurchfluteten Innenraum und einem Design, das klare Kanten zeigt.

Außen markant, innen fast wie ein kleines französisches Theater und unterwegs so leise, dass die Welt draußen für einen Moment Pause macht.

Die von uns gefahrene elektrische Variante mit Frontantrieb startet in Österreich als Pallas bei 51.500 Euro. Bestellbar ist der neue DS N°7 bereits, die ersten Auslieferungen sind gegen Ende des Jahres 2026 vorgesehen.

Nach unserer spätsommerlichen Runde von Krems über Langenlois, Gföhl und die Rosenburg bleibt vor allem ein Gedanke hängen: Manchmal muss ein Auto nicht laut auftreten, um Eindruck zu hinterlassen. Und die Crème brûlée im Steigenberger Hotel in Krems ist auf jeden Fall immer eine Reise wert.

Es lebe das Auto – und in diesem Fall ganz besonders das leise Reisen.

Offenlegung: Die Teilnahme am Drive Day erfolgte auf Einladung von Stellantis Österreich. Die geschilderten Fahreindrücke und Bewertungen geben ausschließlich unsere persönliche Meinung wieder.



Bildnachweis: © Houdek Photographie / Es lebe das Auto Redaktion

Die verwendeten Aufnahmen stammen teilweise von Houdek Photographie sowie aus der Redaktion von Es lebe das Auto.

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