Wer in Österreich ein reines Elektroauto besitzt, kann sich auch 2026 einen Teil der eingesparten CO₂-Emissionen auszahlen lassen. Genau hier setzt Carbonify an: Der Anbieter übernimmt die Beantragung, Bündelung und Vermarktung der sogenannten THG‑Quote – vollständig digital und mit überschaubarem Aufwand für Fahrzeughalter.
Was steckt hinter der THG‑Prämie?
Mineralölunternehmen müssen die von ihnen verursachten Treibhausgasemissionen schrittweise reduzieren. Einen Teil ihrer Verpflichtungen können sie erfüllen, indem sie nachgewiesene CO₂-Einsparungen aus der Elektromobilität erwerben. Davon profitieren private E‑Auto-Besitzer ebenso wie Unternehmen mit elektrischen Fuhrparks.
Die Strommenge, die zum Betrieb eines Elektrofahrzeugs eingesetzt wird, kann in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen auf die gesetzlichen Klimaziele angerechnet werden. Bei privaten Ladepunkten kommt entweder eine exakt gemessene Strommenge oder – wenn keine entsprechend geeignete Messung vorliegt – eine pauschale Strommenge zur Anwendung. Die Prüfung und Bestätigung erfolgt durch das österreichische Umweltbundesamt. Informationen des Umweltbundesamts
So funktioniert Carbonify
Der Antrag wird online gestartet. Anschließend werden Vorder- und Rückseite des österreichischen Zulassungsscheins hochgeladen. Carbonify kontrolliert die Angaben, reicht die Anträge gesammelt beim Umweltbundesamt ein und kümmert sich danach um die Vermarktung der bestätigten Quote.
Das Unternehmen bietet für 2026 zwei Auszahlungsmodelle an:
- Bei der Express-Prämie nennt Carbonify derzeit 110 Euro pro ganzjährig zugelassenem E‑Fahrzeug. Die Auszahlung soll innerhalb von maximal 30 Tagen nach erfolgreicher interner Prüfung erfolgen.
- Bei der Klassik-Prämie werden 125 Euro angegeben. Hier erfolgt die Auszahlung erst nach der offiziellen Bestätigung durch das Umweltbundesamt, laut Anbieter voraussichtlich im Folgejahr.
Die jeweils gültigen Beträge und Bedingungen sollten vor Vertragsabschluss direkt auf der Website kontrolliert werden, da sich Quotenpreise und Angebote verändern können. Aktuelle Carbonify-Konditionen
Auch für Fuhrparks und Ladeinfrastruktur
Carbonify richtet sich nicht ausschließlich an private E‑Auto-Fahrer. Auch Unternehmen können die Quoten ihrer elektrischen Pkw, Transporter, Busse und Lkw bündeln lassen. Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte können außerdem tatsächlich abgegebene Strommengen vermarkten. Ergänzt wird das Angebot durch White-Label-Lösungen für Unternehmen, die die THG‑Abwicklung in ihr eigenes Leistungsportfolio integrieren möchten.
Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 2.000 Unternehmen die Dienstleistungen des Anbieters. Die österreichische Gesellschaft firmiert als carbonify ATW GmbH mit Sitz in Wien und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der deutschen carbonify GmbH.
Warum das Ganze?
Die THG‑Prämie ist eine Möglichkeit, mit einem bereits zugelassenen Elektroauto jedes Jahr einen zusätzlichen Betrag zurückzuholen. Carbonify macht den Antrag einfach: registrieren, Zulassungsschein hochladen und zwischen schneller oder etwas höherer Auszahlung wählen.
Interessant ist das Angebot vor allem für E‑Auto-Fahrer, die sich nicht selbst mit Einreichfristen, Prüfung und Quotenhandel beschäftigen möchten. Vor der Entscheidung lohnt sich dennoch ein kurzer Vergleich der aktuellen Prämienhöhe, Auszahlungsfrist und Vertragsbedingungen verschiedener Anbieter.


Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Ich wusste gar nicht, dass man die Prämie für 2026 schon so unkompliziert über Carbonify beantragen kann.