Es gibt Momente im Leben eines Autojournalisten, die bleiben einfach hängen. Und nein – ich meine nicht den nächsten GTI oder irgendein Facelift eines Bestsellers. Ich rede von diesen ganz seltenen Gelegenheiten, wo man einem echten Concept Car gegenübersteht. Und jetzt kommt der Punkt: Es ist schon unglaublich selten, so ein Fahrzeug überhaupt live zu sehen. Aber es ist noch viel seltener, es tatsächlich fahren zu dürfen.
Genau das ist mir hier passiert – mit dem Peugeot Polygon.
Und ich sag’s euch ganz ehrlich: Das ist eine riesige Ehre. Danke an Peugeot für diese Möglichkeit. Wir sprechen hier nämlich nicht von irgendeinem Showcar, sondern von einem Fahrzeug mit einem geschätzten Wert von rund 3 Millionen Euro. Und das spürt man – in jedem Detail.
Design
Der erste Eindruck? Futuristisch. Radikal. Und gleichzeitig überraschend logisch.
Der Peugeot Polygon wirkt wie aus einer anderen Zeit – aber nicht aus einer fernen Zukunft, sondern eher wie ein sehr konkreter Ausblick auf das, was uns bald erwartet. Die Linien sind klar, fast schon geometrisch reduziert, und genau das macht ihn so spannend. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern bewusst gesetzte Flächen und Kanten.
Besonders auffällig ist die extrem flache Front mit der durchgehenden Lichtsignatur. Das Ganze wirkt fast wie ein digitales Interface auf Rädern. Die Räder selbst – aerodynamisch verkleidet – unterstreichen diesen cleanen Look zusätzlich.
Und jetzt kommt ein Punkt, der für mich wirklich interessant ist: Wenn man genau hinschaut, erkennt man hier schon Designansätze, die durchaus in zukünftige Serienmodelle einfließen könnten. Ganz ehrlich – ich sehe da durchaus Linien, die man sich bei einem kommenden Peugeot 208 vorstellen könnte. Das würde absolut passen. Und ich bin mir ziemlich sicher: Da kommt noch einiges.
Innenraum
Dann öffnet sich die Tür – beziehungsweise eher ein futuristisches Portal – und du steigst in eine andere Welt.
Der Innenraum ist komplett neu gedacht. Rot dominiert, kombiniert mit blauen Lichtakzenten – das wirkt fast wie ein Lounge-Konzept. Die Sitzanordnung ist nicht klassisch, sondern eher kommunikativ ausgelegt. Man sitzt sich teilweise gegenüber, fast wie in einem Wohnzimmer.
Das Cockpit selbst? Minimalistisch, aber hochfunktional. Große Displays sucht man hier fast vergeblich – stattdessen gibt es gezielt platzierte Interfaces. Alles wirkt durchdacht, reduziert und gleichzeitig extrem hochwertig.
Und dann ist da noch dieses Gefühl: Du sitzt nicht einfach in einem Auto. Du bist Teil eines Konzepts. Teil einer Idee, wie Mobilität in Zukunft funktionieren könnte.
Fahrwerk
Jetzt wird’s spannend – denn ein Concept Car zu fahren ist immer ein bisschen wie ein Blick hinter den Vorhang.
Der Polygon fährt sich überraschend stabil. Klar, das ist kein Serienfahrzeug, aber das Fahrwerk vermittelt ein sehr klares Gefühl. Die Abstimmung wirkt bewusst komfortorientiert, ohne dabei schwammig zu werden.
Man merkt: Hier ging es nicht darum, eine Rennmaschine zu bauen, sondern ein neues Fahrerlebnis zu schaffen. Die Ruhe im Fahrzeug, kombiniert mit der präzisen Rückmeldung, passt perfekt zum Gesamtkonzept.
Motor
Beim Antrieb setzt Peugeot hier – wenig überraschend – auf einen elektrischen Ansatz. Konkrete Leistungsdaten stehen bei so einem Konzept natürlich nicht im Vordergrund, aber das Ansprechverhalten ist typisch elektrisch: direkt, leise und souverän.
Was hier viel wichtiger ist als reine Zahlen: das Gefühl. Und das ist beeindruckend. Du hast sofort Drehmoment, sofort Kontrolle – und gleichzeitig diese fast schon meditative Ruhe.
Ein Auto, das nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
Fazit
Der Peugeot Polygon ist kein Auto im klassischen Sinn. Er ist eine Vision. Ein Experiment. Und gleichzeitig ein ziemlich konkreter Ausblick auf das, was kommen könnte.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Konsequenz, mit der Peugeot hier neue Wege geht. Das Design ist mutig, der Innenraum revolutionär – und die Technik zeigt, wohin die Reise geht.
Eines der Highlights für mich? Ganz klar die neu gedachte Lenkung: Steer-by-Wire. Kein mechanischer Kontakt mehr zwischen Lenkrad und Rädern – stattdessen elektronische Steuerung. Das klingt im ersten Moment vielleicht abstrakt, aber wenn man es erlebt, merkt man sofort: Das ist nicht nur Spielerei, das ist verdammt klug gemacht. Präzise, direkt und vor allem extrem anpassungsfähig.
Und genau solche Technologien werden in Zukunft eine große Rolle spielen.
Am Ende bleibt für mich eines hängen: Solche Erlebnisse sind selten. Gaaaanz selten. Und genau deshalb sind sie so besonders.
Der Peugeot Polygon zeigt, dass die Zukunft nicht nur elektrisch ist – sondern auch mutiger, kreativer und vielleicht sogar ein Stück emotionaler.
Kurzübersicht
- Preis (ELDA-Testwagen): ca. 3.000.000 €
- Motor: Elektro; Leistung n/a; Antrieb n/a
- Akku: Nennspannung n/a; Kapazität n/a; Ladeleistung AC n/a; Ladeleistung DC n/a; Ladezeit AC n/a; Ladezeit DC n/a
- Verbrauch: Werksangabe n/a; ELDA-Test n/a; Reichweite Werksangabe n/a; Reichweite ELDA n/a
- Antrieb & Getriebe: Elektroantrieb; Direktantrieb
- Fahrleistung: 0–100 km/h n/a; Spitze n/a
- Abmessungen & Gewicht: L/B/H n/a; Radstand n/a; Leergewicht n/a; Zuladung n/a; Kofferraum n/a; Anhängelast n/a
Bilder (c): Georg Krewenka & Dominik Fenzl
# — euer ehrlicher und direkter Auto-Reporter, Dominik Fenzl










