Wir benötigen Ihre Zustimmung um den Inhalt von YouTube laden zu können.

Mit dem Klick auf das Video werden durch den mit uns gemeinsam Verantwortlichen Youtube [Google Ireland Limited, Irland] das Video abgespielt, auf Ihrem Endgerät Skripte geladen, Cookies gespeichert und personenbezogene Daten erfasst. Damit kann Google Aktivitäten im Internet verfolgen und Werbung zielgruppengerecht ausspielen. Es erfolgt eine Datenübermittlung in die USA, diese verfügt über keinen EU-konformen Datenschutz. Weitere Informationen finden Sie hier.

PGRpdiBjbGFzcz0iY3MtZW1iZWQgY3MtZW1iZWQtcmVzcG9uc2l2ZSI+PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iRm9yZCBSYXB0b3IgICBkZXIgSmHMiGdlciBkZXMgV2FsZGVzIiB3aWR0aD0iMTIwMCIgaGVpZ2h0PSI2NzUiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS5jb20vZW1iZWQvaVItUnU1REp1NWs/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGNsaXBib2FyZC13cml0ZTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZSIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPjwvZGl2Pg==

Pick-ups haben es in Europa nicht ganz so einfach wie in anderen Teilen der Welt. Zu groß, zu teuer und zu durstig lauten die nicht immer haltbaren Vorurteile.

Gleichwohl verkaufte Ford alleine 2018 rund 52.000 Ranger in Europa. Das macht ihn zum Bestseller seines Segments. Um den Erfolgslauf weiter anzuheizen, machte sich die umtriebige Ford Performance-Abteilung letztes Jahr ans Werk und schuf den Ford Ranger Raptor.

Bei Ford steht der Name Raptor traditionell für potente Pickups, wobei die US-Version des F-150 mit mindestens 450 PS ein anderes Kaliber darstellt als der von uns getestete Ranger Raptor, der mit dem US-amerikanischen Urviech allenfalls den martialischen Auftritt gemeinsam hat.

“Bubenauto” geht einem durch den Kopf, wenn man vor dem Ford Ranger Raptor steht.

Dieses Ding ist einfach herrlich überspitzt auf “Baja California” getrimmt. Allein die Höhe der Motorhaube erschlägt einen fast – sie überragt locker einen Fiesta in der Höhe und die Trittbretter an den Seiten verdienen ihren Namen, so massiv sind sie. Und man braucht sie auch um halbwegs würdig ins Auto zu gelangen.

Dort wird man von einem gar nicht Pick-up üblichen Ambiente empfangen. Das Interieur ist ausgesprochen komfortbetont und teilweise fast luxuriös. Das mag Anhänger der harten Gangart vielleicht irritieren, dennoch ist es Ford gelungen einen Innenraum zu schaffen, der gleichzeitig robust und dennoch ohne jeden Verzicht ist. Speziell die mit Alcantara bezogenen Sitze sind super-komfortabel und bieten aber dennoch einen guten Seitenhalt.

Den Raptor gibt´s ausschließlich als Doppelkabine, so dass er durchaus auch als Familienfahrzeug durchgehen kann, wenn man sich vom allgemeinen SUV-Allerlei absetzen will. Für Unternehmer bringt er aber alles mit, was er als klassisches Arbeitstier für Baustellen oder Geländefahrten benötigt. Die serienmäßige Anhängerkupplung lässt zum Beispiel Lasten von bis 2,5 Tonnen zu und auf der großzügig dimensionierten Ladefläche findet wahlweise Werkzeug aber auch Gerätschaften für Outdoor-Aktivitäten locker Platz. Ein praktisches Rollo über der Pritsche schützt die Ladung vor Wetter und Langfingern.

Unter der Haube des Raptor pflanzten die Ford Performance-Jungs eine Doppelturbo-Version des  Zwei-Liter-Ecoblue-Dieselmotors, der nach feinem Tuning nun 213 PS leistet und ein Drehmoment von 500 Newtonmetern auf die Kurbelwelle schupft. Filetiert wird diese Kraft von einem formidablen Zehn-Gang-Automatik-Getriebe, welches mit superweichen Schaltvorgängen glänzt und stets die passende Übersetzung anbietet. Turboloch oder gar Anfahrschwäche leistet sich der Ford Ranger Raptor dank seiner beiden Turbolader nicht.

Einen V8 Sound darf man sich von einem Zweiliter Diesel klarerweise nicht erwarten, dennoch vernimmt man nach dem Start ein unpeinliches Grummeln aus dem Motorraum, welches gar nicht der gewohnten Diesel-Akustik entspricht.

Einmal in Fahrt überrascht der Raptor mit einem Fahrverhalten, das im krassen Gegensatz zu seinem optischen Auftritt als Raubein steht. Onroad gibt sich der Pick-up erstaunlich zivilisiert und zeigt Komforteigenschaften, die in diesem Segment nicht alltäglich sind. Die vom US Spezialisten Fox beigesteuerten Stoßdämpfer passen sich bestens den unterschiedlichen Bedingungen an, bügeln die lästige Infrastruktur einfach weg, und trotz der ausladenden Karosserie halten sich die akustischen Belästigungen auch bei schneller Autobahnfahrt in angenehmen Grenzen.

Auch die heftig profilierten, speziell für den Raptor entwickelten BF Goodrich Offroad-Reifen machen da ordentlich mit und stören den Komfort nicht. Ebenfalls kommod ist der gar nicht so große Wendekreis, welcher zusammen mit der Rückfahrkamera das Handling in der Tiefgarage erleichtert.

Und wenn man dann tatsächlich einmal ein Gelände gefunden hat, in das man ohne juristische Nachwirkungen fahren darf, wird´s erst so richtig lustig. Der Raptor macht so ziemlich alles mit, was man von einem harten Geländewagen erwartet –  dies funktioniert allerdings alles auch mit erhöhter Geschwindigkeit. Dann mutiert der brave Pick-up zum wilden “Baja”-Monster und bügelt alles platt, was ihm unter die fetten Reifen kommt. Aber das ist hierzulande höchstens ein Fall für Ausflüge in weitläufige Schottergruben – sonst winkt schnell das Kriminal.

Daten Fakten Ford Ranger Raptor
Motor: Vierzylinder Turbodiesel
Hubraum: 1991 ccm
Leistung: 213 PS
Drehmoment: 500 Nm / 1750 – 2000 U/min
Vmax: 170 km/h
0 auf 100 km/h: 10,6 Sek.
Testverbrauch: 9,9 Liter Diesel / 100 km
Preis: ab 61.530 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

You May Also Like

König der E-Spaßmacher

Nicht ohne Grund wird der Peugeot 208 in der sportlichen GT-Version nur mit Elektromotor angeboten.

Fürchtet euch nicht! Der will nur sparen!

Wer sich ein Auto dieser Art leisten kann, wird wohl nur schwer am BMW-Händler vorbei kommen.

Länge läuft

Neuzugang im Volvo Recharge-Modellprogramm ist der große Volvo V90 Recharge T6 AWD.

Diesel? What else?

Der Skoda Octavia ist längst kein Geheimtipp mehr . Unlängst hat er…