Es gibt Autos, die wollen geschniegelt vor der Oper stehen. Und dann gibt’s den Subaru Crosstrek. Der fühlt sich dort am wohlsten, wo der Asphalt aufhört, die Schottersteine gegen die Radkästen prasseln und irgendwo zwischen Scharten und St. Marienkirchen der nächste Waldweg wartet. Genau dort durften wir den Crosstrek Premium 4Wild testen und eines gleich vorweg: Der Japaner hat mehr Schmäh im Gelände als man ihm auf den ersten Blick zutraut.













Schon beim Einsteigen merkt man: Subaru meint das ernst mit dem Abenteuer-Lifestyle. Die gelben Akzente im Innenraum, robuste Materialien und die erhöhte Sitzposition machen sofort Lust auf einen kleinen Abstecher ins Grüne. Oder auf einen großen. Denn rund um die sanften Hügel Oberösterreichs gibt’s genug Gelegenheit, Allradtechnik nicht nur auf dem Papier zu erleben.
Schotter? Waldweg? Der Crosstrek grinst nur müde
Während viele SUV heute eher „Urban Lifestyle mit Leasingrate“ verkörpern, bleibt Subaru seiner Linie treu. Symmetrical AWD, Boxer-Motor und ordentlich Bodenfreiheit. Das ist keine Marketingfolie, das funktioniert tatsächlich.
Auf den teils ausgewaschenen Schotterstraßen rund um die Scharten zeigte der Crosstrek erstaunlich viel Gelassenheit. Wo andere Crossover nervös werden oder mit hektischen Eingriffen der Elektronik kämpfen, zieht der Subaru stoisch seine Spur. Der permanente Allrad verteilt die Kraft sauber, das Fahrwerk arbeitet angenehm komfortabel und selbst auf rutschigem Untergrund bleibt das Auto wunderbar berechenbar.
Besonders Spaß macht der Crosstrek auf engen Waldwegen. Dort fühlt sich der kompakte Subaru fast wie ein kleiner Rallye-Kombi an, nur höhergelegt und deutlich entspannter. Der X-Mode unterstützt im schwierigen Terrain zusätzlich und sorgt dafür, dass man sich auch bei steileren Passagen nicht gleich die Wanderstiefel anziehen muss.
Boxer bleibt Boxer
Unter der Haube arbeitet der bekannte 2,0-Liter e-Boxer mit 136 PS. Rein auf dem Papier klingt das jetzt nicht nach Motorsportstammtisch, in der Praxis passt der Antrieb aber erstaunlich gut zum Charakter des Crosstrek. Der Hybrid unterstützt beim Anfahren und im niedrigen Geschwindigkeitsbereich angenehm unauffällig. Gerade auf losem Untergrund gefällt die sanfte Kraftentfaltung. Niemand braucht hier brutale Beschleunigungswerte. Vielmehr geht es um Traktion, Kontrolle und entspanntes Vorankommen. Und genau das kann der Subaru hervorragend.
Das stufenlose CVT-Getriebe bleibt Geschmackssache. Wer sportliche Gangwechsel liebt, wird weiterhin Richtung Handschalter nostalgieren. Im Alltag und speziell im Gelände harmoniert das Getriebe aber gut mit dem Charakter des Autos. Einfach rollen lassen und den Crosstrek arbeiten lassen.
Innenraum mit Outdoor-Charme
Der Crosstrek ist kein Premium-SUV mit Klavierlack-Overdose und Touchflächen-Wahnsinn. Zum Glück. Subaru setzt weiterhin auf Bedienbarkeit und robuste Funktionalität. Große Tasten, logisch aufgebaute Menüs und eine angenehme Übersichtlichkeit machen den Alltag angenehm unkompliziert. Das Platzangebot passt ebenfalls. Vorne sitzt man bequem, hinten geht’s ordentlich zu und der Kofferraum reicht locker für Wanderschuhe, Kameraequipment oder die schnelle Bierkiste. Dazu kommt die typisch japanische Sicherheits-Vollausstattung. Das EyeSight-System arbeitet sauber und unaufgeregt, genau so, wie Assistenzsysteme sein sollen.












Technikdaten Subaru Crosstrek 2.0ie Premium 4Wild
| Daten | Subaru Crosstrek |
|---|---|
| Motor | 2,0-Liter 4-Zylinder Boxer e-Boxer |
| Leistung | 136 PS |
| Drehmoment | 182 Nm |
| Getriebe | Lineartronic CVT |
| Antrieb | Symmetrical AWD Allrad |
| 0–100 km/h | 10,8 Sekunden |
| Spitze | 198 km/h |
| Verbrauch WLTP | ca. 7,7 l/100 km |
| Bodenfreiheit | 220 mm |
| Kofferraum | 315–922 Liter |
| Preis Testwagen | ab ca. 45.990 Euro |






Darum ein Subaru!
Der Subaru Crosstrek ist kein Blender und will auch keiner sein. Genau das macht ihn sympathisch. Während viele SUVs heute nur noch hochgelegte Lifestyle-Mobile darstellen, liefert Subaru weiterhin ehrliche Allradkompetenz mit Charakter. Gerade im oberösterreichischen Hügelland zeigte der Crosstrek, warum die Marke seit Jahrzehnten eine treue Fangemeinde hat. Schotterstraßen, Waldwege, nasse Passagen – alles kein Problem. Im Gegenteil: Der Subaru macht dabei richtig Spaß, viele Modelle finden sich in den Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg, dort ist sein Stammrevier. Ein Auto für Menschen, die lieber den Feldweg nehmen als die Tiefgarage vorm Einkaufszentrum. Und genau deshalb taugt er.
Preis Testfahrzeug: € 42.789,-

