Die wirtschaftlichen Nachrichten der letzten Tage waren ernüchternd. Die Rede war von drastischen Gewinneinbrüchen 2025 und einem Rückgang des operativen Ergebnisses gegenüber 2024 um 92,7 Prozent beim Sportwagenhersteller Porsche.
Porsche verkaufte 2025 um 10,1 Prozent weniger Fahrzeuge – auch die Marge reduzierte sich von 22,7 auf 13,3 Prozent. Als Ursachen für das Dilemma werden das deutlich schwächere Marktumfeld in China, Zölle sowie einen langsamer als erwarteten Hochlauf der Elektromobilität genannt.
„Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, schneller und die Produkte noch begehrlicher machen.“
Porsche CEO Michael Leiters
Guter Zeitpunkt für unseren Lokalaugenschein im Porsche-Werk Stuttgart-Zuffenhausen.


Schon seit längerem geplant, war unsere Werksführung mit anschließendem Besuch des Porsche-Museums in Stuttgart. Porsche machte sein Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen vor rund drei Jahren durch umfangreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen fit für die Zukunft: Dort läuft der vollelektrische Porsche Taycan sowie auf der traditionellen Montage-Linie alle 911er-Modelle für den Weltmarkt vom Band.

250 Neunelfer verlassen täglich das Werk Stuttgart-Zuffenhausen.
Diese Fahrzeuge sind alle bereits fix verkauft und auch dementsprechend vom Kunden konfiguriert. Egal, welches Modell – hier werden vom Basis-Elfer, über die diversen GT3-Derivate bis rauf zum neuen Turbo S alle Porsche 911 Modelle einträchtig nebeneinander zusammen gebaut. Ebenso mitten drin im Geschehen findet man immer wieder auch Prototypen und Einzelstücke. Langweilig wird es den Mitarbeitern dort sicher nicht.

Zur Optimierung der Abläufe kommen auch bei Porsche fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) zum Einsatz. Die FTF der neuesten Generation ersetzen auf einer sogenannten „Flexiline“ das klassische Fließband und erlauben so eine noch variablere Produktionsweise – was gerade auch mit Blick auf die künftige Mix- Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren und Elektroantrieben auf einer Linie von Vorteil ist.

Integrierte Qualitäts-Prüfpunkte über die gesamte Produktionslinie.
Gerade im Luxussegment ist perfektes Qualitätsmanagement eminent wichtig: Dazu zählen optimale Montage-Prozesse wie auch flächendeckende Stationen für die Qualitätssicherung. Die einzelnen Prüfpunkte entlang der Montagelinie werden vom Montageende beginnend gesteuert. Für eine optimale Fahrzeugabnahme gibt es einen eigenen Lichttunnel.

Teilepuzzle: Erweiterte Logistik für Karosseriebau und neues Hochregallager
Bereits 2022 erweiterte der Stuttgarter Sportwagenhersteller die Logistikflächen des Karosseriebaus mit einem Neubau an Stelle des ehemaligen Porsche Zentrums am Porscheplatz gegenüber des Porsche Museums. Seit 2025 werden Hochregallager über zwei Stockwerke den Karosseriebau der Taycan- und der Sportwagen-Fertigung mit Fahrzeug-Teilen versorgen können. Zudem beliefert ein Hochregallager das gesamte Montage-Werk mit verschiedenen Fahrzeug-Komponenten. Das Teilelager ist komplett automatisiert und verfügt über ein Speichervolumen von ca. 35.000 Kubikmetern. Dies entspricht 40.650 Lagerplätzen für Paletten und Behälter.
Unterm Strich:
Noch brummt – zumindest im 911-Segment – der Laden. Die weiteren Geschäftsaussichten bleiben jedoch von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Man verweist auf konjunkturelle Risiken, mögliche Handelsbeschränkungen, geopolitische Spannungen sowie volatile Rohstoff- und Energiemärkte. Hinzu kommt eine zunehmende Wettbewerbsintensität – besonders im Elektrosegment – sowie steigende regulatorische Anforderungen.
Unser Reisebegleiter: Audi A6 2.0 TDI

Die 204 PS starke Limousine ist das perfekte Langstreckenfahrzeug, wenn man schnell von A nach B will und auch noch auf der deutschen Autobahn unterwegs ist. Hoher Fahrkomfort, sehr leise und vor allem sehr sparsam. Wir schafften die Strecke Leonding-Stuttgart-Leonding mit einem Schnitt von 6,6 Litern Diesel – und das trotz relativ hohem Tempo auf der deutschen Autobahn. Kleine Abstriche gab´s nur beim Infotainment – Sprachsteuerung geht besser. Auch Tempolimit-Erkennung. Ansonsten: Feinster Reisekomfort und überaus entspanntes Ankommen.
Zum Abschluss ging´s dann noch ins Porsche Museum.
Kurz gesagt: Immer einen Besuch wert. Bilder sagen mehr als Worte:

























