Seit über 30 Jahren tummelt sich der Suzuki Vitara im Segment der Kompakt-SUV. Und irgendwie ist es Suzuki gelungen, die alte Leichtigkeit und Unbeschwertheit über diese drei Jahrzehnte zu behalten – ab sofort mit Hybrid-Unterstützung.

Der neue Modelljahrgang des Suzuki Vitara verzichtet weitgehend auf optische Modifikationen. Kaum ein anderes SUV kommt optisch so schlank daher, wie der Suzuki Vitara. Die Linienführung ist klar und unverschnörkelt. Die Front ziert ein Kühlergrill mit fünf Schlitzen und vertikalen Chromakzenten sowie Chromapplikationen am unteren Lufteinlass, während am Heck LED-Leuchten sowie ein Unterfahrschutz ins Auge fällt. Einen Hinweis auf die Hybrid-Unterstützung findet man nur auf der Heckklappe.

 

Auch innen hat sich nichts verändert. Der 4,2 Zoll große Touchscreen, vier runde Luftöffnungen sowie die große analoge Uhr in der Mitte des Dashboards fallen sofort ins Auge. Suzuki setzt auf weiche Oberflächen, Hartplastik findet man hauptsächlich dort, wo man nicht so oft hin greift – einzige Ausnahme sind die Türverschalungen, da hätten wir uns etwas weniger spröden Kunststoff gewünscht. Silberne Akzente am Armaturenbrett, den Türen und der Mittelkonsole sowie ein metallisch anmutendes Dekor, lockern die Optik positiv auf.

Sehr gut haben uns die bequemen Sitze der “Flash”-Topausstattung gefallen, diese sind mit einem schön abgesteppten Mix aus Microfaserstoff und Kunstleder bezogen und sorgen für viel Komfort und auch ausreichenden Seitenhalt. Das Lenkrad greift sich ebenfalls sehr gut an, es ist mit griffigem Leder bezogen und lässt sich präzise sowie halbwegs direkt bedienen. Wenn man den Ganghebel des Sechsganggetriebes einmal leichtgängig und präzise durch die Gassen bewegt hat, stört einen auch seine etwas langstielige Optik nicht mehr. Lediglich der hinten rechts liegende Rückwärtsgang wehrt sich hin und wieder gegen das Einlegen.

 

Dank der übersichtlichen Karosserie benötigt man die Rückfahrkamera beim Einparken eigentlich gar nicht. Auch wenn man die Straße einmal in Richtung Gelände verlässt, verliert man nie den Überblick. Offroad Betrieb funktioniert mit dem Vitara wie immer ausnehmend gut, denn ein ordentlicher Allradantrieb und somit auch passable Bodenfreiheit standen im Vitara-Lastenheft schon immer ganz oben.

Die wirklichen Neuerungen spielen sich unter der Haube ab.

Suzuki legte sein Augenmerk schon immer eher auf brave aufgeladene Benziner, diese sowie den Diesel hat man vor kurzem komplett aus der Motoren-Palette eliminiert. Ab sofort fährt der Suzuki Vitara und seine Kollegen unter anderem mit einem neuen 129 PS (95 kW) starken 1,4-Liter-Boosterjet-Benziner vor, der mit einem 48-Volt-Mildhybrid-System kombiniert ist. Die elektrische Unterstützung optimiert das Beschleunigungsverhalten und verbessert den Verbrauch. Vor allem im Sport-Modus macht der Suzuki Vitara Hybrid damit so richtig Spaß.

Der neue Vitara Jahrgang punktet mit verbessertem Antritt und optimierter Effizienz.

Der Turbobenziner entwickelt bereits ab 2000 Umdrehungen 235 Newtonmetern Drehmoment. Eine Direkteinspritzung, die erhöhte Verdichtung, eine variable Einlassventilsteuerung sowie die Abgasrückführung tragen ebenfalls zur Wirtschaftlichkeit bei.

Der Suzuki Vitara Hybrid beherrscht die Kunst des Segelns ebenso, wie die Rekuperation.

Das Mildhybrid-System besteht aus einem integrierten Startergenerator (ISG), einer Lithiumionen-Batterie und einen DC/DC-Wandler. Es unterstützt als 10 kW starker Elektromotor den Benziner. So stellt die „Torque Fill“-Funktion bei niedriger Drehzahl zusätzliches Drehmoment bereit. Die „Torque Boost“-Funktion unterstützt, bis der Turbolader anspricht und sorgt so für eine gleichmäßige Beschleunigung und einen Test-Verbrauch von durchschnittlich 6,5 Litern Kraftstoff je 100 Kilometern.

Wenn dann mal der Strom verbraucht ist, benötigt das System relativ wenig Zeit, um wieder Saft in den Akku zu bekommen. Rein elektrisches Fahren ist freilich nicht möglich.

Fazit

Der erste Schritt in die Elektrifizierung ist Suzuki schon einmal ganz gut gelungen. Vor allem, dass alle reinen Verbrenner rasch eliminiert wurden, zeugt von der konsequenten Herangehensweise der Japaner. Die nächsten erwartbaren Schritte wären dann der Einsatz eines Plug-in-Hybrids oder eines reinen Elektroautos. Der Vitara Hybrid überzeugt mit feiner Technik, Allradantrieb und tollem Preis-Leistungsverhältnis.

Daten Fakten Suzuki Vitara 1,4 HYBRID Allgrip
Motor: 4-Zylinder Turbo-Benziner + Mildhybrid-System
Hubraum: 1373 ccm
Leistung: 129 PS
Drehmoment: 235 Nm / 2000 Umin
Testverbrauch: 6,5 Liter Super / 100 km
Preis: ab EUR 25.590,-

 

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