Er hätte auch ein weichgespültes SUV ohne Ecken und Kanten werden können, der neue Subaru Outback. Ist er aber gottseidank nicht.

Der Outback zählt seit seinen Anfängen 1995 zu den erfolgreichsten Modellen im Programm von Subaru. Und auch die nunmehr sechste Generation des Offroad-Kombis weiß in Sachen variabler Geräumigkeit, üppiger Ausstattung und moderner Sicherheitsassistenten sowie nicht zuletzt dank talentiertem Allradantrieb zu gefallen. Den Subaru darf man nämlich auch im Gelände nach wie vor so richtig ran nehmen, wie unsere Testfahrt in Saalfelden bewiesen hat.

Optisch muss man schon dreimal hinsehen oder einfach die letzte Generation daneben hinstellen, wenn man den Neuen als solchen auf Fotos entlarven will. Im direkten Vergleich zur fünften Generation oder wenn man leibhaftig davor steht erkennt man dann doch, dass sich sehr viel getan hat und es sich nicht bloß um ein oberflächliches Facelifting handelt.

Der Subaru Outback ist nach wie vor ein höher gelegter Kombi im Stil eines Audi Avant Allroad oder Volvo XC70 – nur mit dem feinen Unterschied, dass Subaru in den Neunzigern diese Autogattung eigentlich erfunden hat.

#eslebedasauto

Der Neue basiert erstmals auf der Subaru Global Platform, die jetzt noch bessere Platzverhältnisse, eine steifere Karosserie, erhöhte Crashsicherheit sowie mehr Laufruhe möglich macht. Größenmäßig hat der Outback in allen Dimensionen zugelegt, er ist jetzt um fünf Zentimeter länger (4,87 Meter), 3,5 Zentimeter breiter (1,88 Meter) und gar um ganze sieben Zentimeter höher (1,67 Meter). Der Radstand bleibt mit 2,75 Metern unverändert.

Das Kofferraumvolumen liegt bei 561 bis 1822 Liter, der ebene Laderaum lässt sich über eine nun breitere Öffnung super beladen. Die Heckklappe lässt sich durch ein Wischen über das Markenlogo öffnen.

Jetzt hat auch Subaru einen vertikalen Tablet-Touchscreen

Man nimmt auf bequemen Sitzen mit gutem Seitenhalt platz. Auffällig ist das Infotainment-System mit vertikalem Touchscreen im Tablet-Stil. Damit lässt sich unter anderem Audio, Klimatisierung, Navigation und die Apps der per Apple CarPlay oder Android Auto verbundenen Smartphones bedienen. Es gibt aber für Lautstärke und Temperaturregelung nach wie vor auch noch “anständige” Knöpfe und Tasten.

Wie von Subaru gewohnt, verfügt auch der Outback über eine Fülle an Assistenzsystemen. Zusammengefasst wird das alles über das Eyesight-System, dessen Stereokamera oben an der Windschutzscheibe und nicht mehr am Rückspiegel platziert ist. Durch den sich ergebenden Weitwinkel vergrößert sich auch der Arbeitsbereich der Helfer. So erkennt das Notbremssystem mit Kollisionswarner Gefahren jetzt noch früher. Auch ein Ausweichassistent mit automatischem Lenkeingriff sowie ein aktiver Spurhalteassistent mit Spurzentrierung sind mit an Bord.

Subaru hält am Boxermotor fest – hier jedoch ohne Elektrifizierung

Was schade ist. Der neue Subaru Outback wird von einem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 169 PS (124 kW) angetrieben. Das Drehmoment beträgt maximal 252 Nm. Die Kraft wird über das bekannte stufenlose Lineartronic-Getriebe übertragen. Damit geht´s in 10,2 Sekunden auf Hundert. Auch wenn das jetzt keine Spitzenwerte sind, so muss man schon sagen, dass es mehr in diesem Auto auch nicht braucht – der Outback ist halt ein gemütliches Auto, das nicht unbedingt auf Sportlichkeit ausgerichtet ist – es hat halt andere Stärken. Nämlich permanenten Allradantrieb.

Egal, welcher Untergrund anliegt, die duale X-Mode-Elektronik koordiniert automatisch Motormanagement, Allradantrieb und Bremskraft und sorgt – wie bei unseren Probefahrten in Saalfelden ausprobiert für stoisches Weiterkommen. Da ist es auch vorteilhaft, das der Neue jetzt um 13 Millimeter (21,3 Zentimeter) mehr Bodenfreiheit aufweist. Wie heutzutage üblich kann man auch im Outback aus verschiedenen Allrad-Einstellungen wählen und sich den Subaru so etwas feintunen. Mittels „Snow/Dirt“ und „Deep Snow/Mud“ lässt sich die Traktion noch optimieren.

Üppige Serienausstattung

Angeboten wird der neue Subaru Outback in den Ausstattungslinien Touring (EUR 44.990), Adventure (EUR 46.490) und Premium (EUR 49.990). Schon im Einstiegs-Modell Touring kann man sich nicht über schlechte Ausstattung beklagen. Ein Infotainment-System mit 11,6-Zoll-Touchscreen, elektrisch einstell- und beheizbare Sitze, 2-Zonen-Klimaautomatik oder LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und adaptivem Fernlicht sind hier unter anderem mit an Bord.

Daten Fakten Subaru Outback
Motor: 4-Zylinder-Benziner-Boxer,
Hubraum: 2498 ccm
Leistung: 169PS
Drehmoment: 252 Nm bei 3800 U/min
Vmax: 193 km/h
0 auf 100 km/h: 10,2 Sek.
NEFZ-Durchschnittsverbrauch: 7,4 Liter
Preis: ab EUR 44.990,-

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