Skoda punktet auch beim Enyaq iV 80 mit markentypischer Praktikabilität und Familientauglichkeit.

Der Enyaq iV ist auf den ersten Blick als Skoda identifizierbar. Das Familien-SUV ist betont kantig gezeichnet – das Front- und Heckdesign ist eindeutig Skoda, auch die Seitenlinie mit ihrer ausgeprägten Schulterlinie spricht tschechisch. Ein Blick auf die mächtigen 21-Zoll Räder verdeutlicht die Ausmaße des Enyaq iV.

Größenmäßig übertrumpft er seinen Genspender VW ID 4 – vor allem das Heck ist deutlich ausladender, erinnert eher an einen Kombi als an ein SUV. Dahinter verbirgt sich ein variabler, Kofferraum mit praktischen Fächern unter dem Ladeboden.

Beim Innenraum trumpft der Skoda Enyaq iV groß auf.

Im Gegensatz zum VW ID 4 kann man sich die Sitze auch in Leder bestellen – freilich umweltfreundlich gegerbt. Wie auch beim VW wird Platz in Hülle und Fülle geboten – hier reicht der Enyaq fast das Platzniveau des großen Skoda Kodiaq heran. Die Verarbeitung ist klasse – man sitzt hervorragend und auch die Bedienung des Enyaq geht leicht von der Hand. Kein Wunder, hat Skoda – anders als VW – nicht darauf bestanden sämtliche haptische Schalter und Knöpfe im Enyaq zu eliminieren. Alleine das Lenkrad mit seinen handfesten Rändelrädern macht haptisch und bedientechnisch richtig Spaß. Aber auch die Touchscreen-Bedienung ist logisch und durchschaubar angelegt. Gut gemacht Skoda!

Also alles eitel Sonnenschein?

Grundsätzlich ja, hätte sich Skoda beim Türzuzieh-Griff nicht einen haptischen Fauxpas geleistet – da schwelgst du in feinstem Leder auf Sitzen, Armaturen und Lenkrad und dann fällt beim Türzuziehen deine Hand auf ein Plastikteil, das man so nicht einmal mehr in einem Dacia erwartet. Also liebe Skoda Leute zum Mitschreiben: Für´s nächste Enyaq Facelift, bitte nachbessern!

Ein Hauch von Leder auf diesem Griff und alles wäre perfekt.

Auch der Skoda Enyaq muss nicht extra mit Knopfdruck gestartet werden. Einsteigen, Fahrregler auf D und los geht´s. Unser getesteter 204 PS starker Enyaq iV 80 schiebt nachdrücklich und leise an. Dank automatischer Rekuperation braucht man sich auch da keine Gedanken mehr machen – die Energierückgewinnung funktioniert stets so, wie man sich das vorstellt. Unser getestetes Spitzenmodell verfügte über das adaptive Fahrwerk, welches eine ordentliche Spreizung zwischen komfortabel und leicht sportlich angehaucht ermöglicht. Damit kann man seinen Enyaq herrichten, je nach dem, ob man es mal etwas sportiver oder gemütlicher anlegt. Aber egal was man auswählt, der Skoda liegt stets sicher auf der Straße – man merkt halt sein hohes Gewicht, aber auch das stört nicht, da der Schwerpunkt optimal niedrig ist.

Ebenso praktikabel wie der Umgang mit dem Skoda Enyaq iV ist seine Reichweite (ca. 380 km im Test), die ihn auch durchaus zu einem brauchbaren Urlaubsauto macht. Der Akku fasst 77 kWh und kann (leider nur gegen Aufpreis) mit bis zu 125 kWh geladen werden. Damit benötigt man rund 40 Minuten um den Skoda wieder auf 80 Prozent Ladung zu bringen.

Fazit

Der Skoda Enyaq iV 80 kostet zwar ein Spur mehr als sein Genspender VW ID 4 – dafür bekommt man allerdings auch etwas mehr Platz, Praktikabilität und Cleverness. Auch bei der Ausstattung punktet der technisch idente Skoda mit netten Details, wie einem Sonnendach, das man auch öffnen kann oder der etwas vereinfachten Bedienbarkeit. Der Skoda Enyaq iV 80 steht ab EUR 46.470 beim Händler.

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