Corona-bedingt hat´s ein bissl gedauert, aber ab sofort gibt´s den vollelektrischen Peugeot e-2008 endlich auch zu kaufen. Und wir haben ihn getestet.


Man muss schon dreimal hinsehen, um den Elektriker von seinen Verbrenner-Brüdern zu unterscheiden. Am Auffälligsten ist wohl der spezielle blau lackierte Kühlergrill und wer dann noch genauer hinsieht, erkennt auch den in ebenfalls zartem Blau gehaltenen Peugeot-Löwen. Grundsätzlich also bleibt auch der e-2008 ein Vertreter des derzeit äußerst beliebten Kompakt-SUV-Segments. Höher sitzen, souverän auftreten und genug Platz für die ganze Familie und deren Gepäck bieten – das sind die Versprechen dieser Fahrzeuge und der Peugeot e-2008 erfüllt sie alle mit Bravour.


Schon der “normale” Peugeot 2008 ist ein ausgesprochen feines Auto. Es fährt sich super – die Abstimmung, eine Mischung aus Komfort und Dynamik passt perfekt. Der Peugeot e-2008 legt hier noch was drauf. Durch die tief platzierten Akkus und das dadurch klarerweise auch höhere Gewicht, liegt das Fahrzeug noch satter auf der Straße – zusammen mit der gewonnen Lautlosigkeit ergibt sich ein absolut “französiches” Fahrgefühl – irgendwie fühlt man sich wie im seeligen 404er der Siebziger. Wie in Watte gepackt.


Auch innen gefällt der e-2008. Das flott gezeichnete Interieur mit dem iCockpit und dem darunter platzierten Sportlenkrad glänzt mit guter Bedienbarkeit, geschmackvoller Materialwahl und  hochwertiger Verarbeitung. Sehr schön haben uns die grün kontrastierenden Nähte am Dashboard, die schmucken Klaviertasten sowie die dreidimensionale Optik des Kombiinstruments gefallen. Wenn man über dem Lenkrad den stilisierten e-2008 schweben und bei der Kraftverteilung zusieht und daneben die normalen Fahranzeigen eingeblendet werden, dann sieht das nicht nur ziemlich cool aus, es lässt sich auch noch vorzüglich ablesen.

Auch technisch hat Peugeot alles richtig gemacht. Bewusst verzichten die Franzosen auf Leistungseskalationen – dank 100 kW (136 PS) Leistung strömt der e-2008 zügig an, erspart uns aber den üblichen Leistungsdruck, der einem bei den meisten elektrischen Mitbewerbern dann einen Strich durch die Effizienz-förderliche Fahrweise macht. Sprich, die Lust auf unsinnige Beschleunigungsorgien kommt gleich gar nicht auf – man fährt einfach entspannt Auto. Ohne Schleudertrauma.


Beim Akku hat Peugeot Weitblick und Hausverstand walten lassen. Moderate 50 kWh Akku-Kapazität müssen ausreichen und das tun sie in der Regel auch, zumal Peugeot beim Onboard-Lader nicht gespart hat und auf leistungsstarke 3-Phasigkeit setzt. Soll heißen: Reale 250 Kilometer Reichweite sind im Alltag erzielbar und dann auch am Schnelllader mittels CCS-Kabel flott wieder nachgeladen. Aber auch an einer normalen 11-kW-Wallbox dauert die Vollladung auf 100 Prozent nur fünf Stunden. Diese gewonnene Flexibilität finden wir wichtiger, als nach hunderten Kilometern, tagelang langsam laden zu müssen.


Unser Fazit
Unterm Strich macht die Elektromobilität aus dem eh schon sehr gelungenen Peugeot 2008 ein noch besseres Auto. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Peugeot hat einfach ein grundsolides Auto gebaut, welches in allen wichtigen Punkten – nämlich Optik, Fahrspaß, Reichweite, Ladedauer und Preis –  keine Schwächen aufweist. Wer bisher noch eher EV-skeptisch war, wird wohl nach der Fahrt im Peugeot e-2008 ein wenig umdenken. Der Peugeot e-2008 ist ab sofort ab fairen 38.800 Euro beim wohlsortierten Peugeot-Händler zu haben.

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