Vor mittlerweile schon fast fünf Jahren mutierte der Peugeot 3008 vom Van zum SUV, der dann mit weltweit rund 800.000 Verkäufen sehr erfolgreich am Markt einschlug.

Jetzt war es an der Zeit, den erfolgreichen Peugeot 3008 (und auch seinen längeren Bruder 5008) ein wenig aufzufrischen. Mit leichten optischen Retuschen, aufgepeppter Komfort- sowie Sicherheitsausstattung geht das SUV ins fünfte Modelljahr.

Die meisten optischen Eingriffe erfuhr die Front.

Sehr hübsch: Der Peugeot 3008 trägt jetzt einen rahmenlosen Kühlergrill, der sich scheinbar fließend bis zu den senkrechten Tagfahrlichtern erstreckt. In der Mitte thront das große – noch alte – Löwen-Logo. Das neu überarbeitete Peugeot-Logo hat es nicht mehr auf den 3008er geschafft. Überarbeitet wurden auch die Frontscheinwerfer, die jetzt stets mit LED-Technik arbeiten. Bei unserem Testwagen, dem 3008 HYBRID4 in GT-Ausführung leuchten sie sogar als Full-LED mit Kurvenlichtfunktion.

Darin integriert ist erstmals auch die so genannte „Foggy Mode“-Funktion, die die Nebelscheinwerfer ersetzt und bei Aktivierung der Nebelschlussleuchten selbsttätig die Intensität und Reichweite des Abblendlichts anpasst. Insgesamt wirkt die Front jetzt deutlich geglättet – war halt ein echtes Facelifting.

Innen war nicht viel Arbeit notwendig – schon der “Alte” war innen einfach toll eingerichtet. Das 12,3 Zoll große Kombiinstrument hinter dem Lenkrad blieb unangetastet, dessen digitale Anzeigen sind nach wie vor individuell konfigurierbar. Die auffälligste Neuerung ist der zentrale, jetzt zehn Zoll große HD-Farb-Touchscreen auf der Armaturentafel, dessen einziges Manko die etwas pixelige Anzeige der Rückfahrkamera ist. Die Klaviertasten darunter blieben uns erhalten – wäre auch zu schade, diese praktischen Schalter zu entfernen.

Mit dem Facelift erhält der 3008 außerdem alle neuen Assistenzsysteme der Löwenmarke. Dazu zählt auch das tolle Nachtsichtsystem, dessen Infrarot-Kamera bei Dunkelheit oder eingeschränkter Sicht Menschen und Tiere anstandslos erkennt und auf dem Display im Kombiinstrument anzeigt. Auch ein Abstands-Tempomat inklusive Stau-Funktion und Spurpositionsassistent sowie eine automatische Notbremse, die Fußgänger und Radfahrer erkennt, ist jetzt zu bekommen. Immer an Bord sind dagegen Bremsassistent und Frontkollisionswarner, Verkehrsschilderkennung und Spurthalteassistent. Ein ebenso aktiver Toterwinkelassistent, ein Müdigkeitswarner, Fernlichtassistent sowie ein 180-Grad-Rückfahrkamera gehören hier außerdem zur Werksausführung. Bei unserem getesteten Topmodell zeigt die Kamera sogar einen 360-Grad-Rundumblick.

Wir hatten jetzt das Vergnügen die stärkere der beiden Plug-in-Hybrid-Versionen, mit 300 PS (220 kW) zu fahren. Dieser Antrieb macht aus dem immerhin mehr als 1,9 Tonnen schweren SUV ein souveränes, wie spritziges Gerät, welches bei Bedarf auch ganz locker in 5,9 Sekunden auf Tempo Hundert beschleunigt.

Kein Wunder, greifen dem 200 PS (147 kW) starken Benziner gleich zwei Elektromotoren mit 110 PS (81 kW) und 112 PS (83 kW) unter die Arme. Der zweite Elektromotor sitzt auf der Hinterachse, dadurch ergibt sich ein super brauchbarer Allradantrieb. Rein theoretisch geht es damit mit anderthalb Litern über die hundert Kilometer. Dieser WLTP-Wert gilt natürlich, wenn überhaupt, nur wenn man mit voller Batterie los fährt. In der Wirklichkeit stehen dann Werte von rund sechs Litern auf dem Display – was angesichts der gebotenen Leistung aber auch recht ordentlich ist.

Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 13,2 Kilowattstunden, die rein elektrische Reichweite rangierte im Testbetrieb bei rund 40 Kilometern. An der Haushaltssteckdose dauert die Ladung rund sieben Stunden – also eine Nacht, an einer Wallbox geht das natürlich dementsprechend schneller.

Wer den Peugeot 3008 HYBRID4 fahren will, sollte EUR 49.650 auf der hohen Kante haben. Das hört sich jetzt nach viel Geld an, bedenkt man aber die faktische Vollausstattung, den Allradantrieb und die gebotene Leistung mit, relativiert sich das Ganze schon ein wenig.

Daten Fakten Peugeot 3008 Hybrid4 300 e-EAT8
Motor: Vierzylinder-Turbo-Benziner
Hubraum: 1598 ccm
Leistung: 200 PS
Drehmoment: 300 Nm bei 3000 U/min
Elektro-Motor vorn: 81 kW / 110 PS
Elektro-Motor hinten: 83 kW / 112 PS
Drehmoment E-Motor vorn: 320 Nm
Drehmoment E-Motor hinten: 166 Nm
Batterie: Lithiumionen/13,2 kWh
Systemleistung: 220 kW / 300 PS
Maximales Drehmoment: 520 Nm
Vmax: 240 km/h
Höchstgeschwindigkeit elektrisch: 135 km/h
0 auf 100 km/h: 5,9 Sek.
Testverbrauch: 6,1 Liter /100 km
Preis: ab 49.650 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

You May Also Like

Holà Cupra!

Cupra hat mit dem Formentor ein echtes Sport-SUV auf die Räder gestellt.

Das Beste beider Welten.

Elektro oder 6-Zylinder. Als Plug-in verbindet der BMW 545e xDrive das Beste der beiden Antriebswelten.

Schluss mit den Aufwärmübungen.

Der japanische Premiumhersteller Lexus präsentiert mit dem UX 300e erstmals ein rein batterieelektrisches Fahrzeug.

Darf der überhaupt in die Tiefgarage…?

Noch immer kursieren jede Menge Vorurteile rund um das Thema CNG. Wir haben uns den VW Golf und den VW Polo TGI-Version geschnappt und sind der Sache auf den Grund gegangen.