Bei Opel hat sich zuletzt viel getan. Der französischen PSA-Konzern hat das Ruder übernommen und auch schon erste Opel-Modelle auf den Weg gebracht. Der Astra, das Volumenmodell von Opel, steht noch auf der GM-Plattform. Als Reaktion auf den vor einem Jahr gelaunchten Golf 8 wurde die beliebte Baureihe noch einmal kräftig überarbeitet.

Außen ist die Überarbeitung relativ zurückhaltend ausgefallen

Nur wenige Details wie der Kühlergrill oder die bulliger wirkende Frontschürze unterscheiden den Astra vom Vorgänger. Nach wie vor steht der kompakte Opel frisch und sportlich-elegant auf der Straße. Vor allem die Kombivariante gefällt mir zeitlosem Auftreten und wird wohl noch viele Jahre bei der Kundschaft gut ankommen.

Im Zuge der Modellpflege hat Opel auch das Motorenprogramm erheblich gestrafft.

Die Vierzylinder sind gestorben, es gibt nur noch Drei-Zylinder-Motoren. Wir hatten den Opel Astra SportsTourer mit dem 1,5 Liter Diesel mit 122 PS bei uns im Fuhrpark. Automatik-Liebhaber werden sich über die neue neunstufige Automatik freuen. Der kleine Dieselmotor harmoniert nämlich ausgesprochen gut mit der Neun-Gang-Automatik und sorgt für ordentlichen sowie effizienten Vortrieb. Dass eigentlich permanent die Gänge gewechselt werden fällt überhaupt nicht auf – die Automatik hält den Diesel immer im optimalen Drehzahlbereich und somit auch das Motorengeräusch auf angenehmem Niveau. Ebenso unter anderem ein Verdienst der Automatik ist der niedrige Verbrauch des kleinen Dieselmotors – wir kamen im Schnitt mit sechs Litern pro hundert Kilometer über die Runden.

Der neue Astra fährt sich gutmütig und komfortabel.

Das Fahrverhalten gibt keine Rätsel auf, im Grenzbereich schiebt er leicht über die Vorderräder. Die Lenkung arbeitet präzise und leichtgängig. Antriebseinflüsse an der Lenkung spürt man klarerweise nicht – da sind die gebotenen 122 PS einfach zu wenig. Alles ist schlicht so, wie man es sich von einem braven Familienkombi erwartet.

Da spielt das Interieur des Opel Astra voll mit. Dort findet man ordentliche Verarbeitung, weitgehend schöne Materialien und großzügige Platzverhältnisse sowie super-bequeme, rückenschonende Sitze. Auch in der zweiten Reihe residiert man königlich und selbst bei aufgerichteter Rücksitzlehne fasst der Kofferraum noch immer üppige 540 Liter. Dieser lässt sich, dank niedriger Ladekante rückenschonend beladen und für größere Fuhren bis auf 1630 Liter erweitern.

Opel hat den Astra ordentlich mit allerlei elektronischen Helferlein und Assistenzsystemen aufgerüstet hat. Auch sind die Instrumente jetzt teilweise digitalisiert. Da braucht sich der Kombi nicht vor der Konkurrenz zu verstecken.

Fazit

Opel hat den Astra genau dort optimiert, wo es ankommt – bei der Technik. Optisch war auch nicht wirklich ein Facelift notwendig – zu zeitlos ist der Opel gezeichnet. Der kleine 3-Zylinder Diesel und die Neungang-Automatik machen ihre Sache hervorragend. Wer einen Kombi mit viel Platz und dieser Antriebskonfiguration sucht, sollte sich den Astra SportTourer unbedingt näher ansehen. Die sehr gute “Ultimate” Ausstattung steht ab EUR 31.919 in der Preisliste – der üppig ausgestattete Testwagen schlug mit 43.148 Euro zu Buche.

Daten Fakten Opel Astra SportsTourer 1.5 CDTI AT “Ultimate”
Motor: 3-Zylinder Turbodiesel
Hubraum: 1496 ccm
Leistung: 122 PS
Drehmoment: 285 Nm / 1500 – 2750 U/min
Testverbrauch: 5,9 Liter Diesel / 100 km
Preis: ab EUR 31.919,-

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

You May Also Like

König der E-Spaßmacher

Nicht ohne Grund wird der Peugeot 208 in der sportlichen GT-Version nur mit Elektromotor angeboten.

Fürchtet euch nicht! Der will nur sparen!

Wer sich ein Auto dieser Art leisten kann, wird wohl nur schwer am BMW-Händler vorbei kommen.

Charaktertyp

Nicht nur die feine Optik macht den Peugeot 2008 zum coolsten Vertreter seiner Zunft – auch die hochkarätige Technik spielt alle Stückeln.

Mister X

Der Grandland X Hybrid 4 ist der Superheld im Opel-Universum. Wer ihn…