Opel hat seine Jugendlichkeit wiedergefunden und mit dem Mokka einen echten Volltreffer gelandet. Wir haben uns die Elektroversion näher angesehen.

Alleine schon die Farbe unseres Testwagens ist der Headturner. Wer sonst, außer vielleicht Porsche traut sich über ein derartiges Giftgrün drüber und sieht damit nicht nur super-cool aus, sondern macht sich auch nicht lächerlich damit. Nicht umsonst greift eine Vielzahl der Mokka-Käufer zu dieser Farbe.

Opel leistet sich den Luxus und bietet neben dem Crossland eben auch den Mokka an – obwohl beide auf der selben (Stellantis) Plattform basieren. Während aber der Crossland auch betagtere Kunden mit seiner hohen Sitzposition und guten Übersicht anspricht, geht der Mokka frontal auf die Jugend los.

Der Mokka lässt dabei eher das SUV-Coupé raushängen – was ihn aber auch einen Hauch kostspieliger (Mokka e kostet ab EUR 34.439,- / die 1,2 Turbo-Verbrennervariante steht ab 29.509 Euro in der Liste) macht als seinen Plattform-Kollege Crossland. Der ob seiner Sexiness zu erwartende “Will-haben”-Reflex, dürfte dieses monätere Manko allerdings rasch ausmerzen, außerdem gibt es vom Crossland ja auch keine rein elektrische Variante.

Sicher die derzeit interessanteste Version des Opel Mokka ist der “e”.

Diese teilt sich die Technik mit guten Verwandten aus dem Stellantis-Stall, wie zum Beispiel Peugeot e-208, Opel Corsa-e, Citroen e-C4 oder DS3 Crossback E-Tense. Soll heißen: 136 PS Spitzenleistung gespeist aus einem 50 kWh fassenden Lithium-Ionen Akku.

Wie auch die oben genannten Kollegen schafft der Opel Mokka e bei bekömmlichen Temperaturen und normaler Fahrweise rund 280 Kilometer am Stück. Im Test haben wir auch die Autobahn nicht gemieden, immer wieder mal zwischen den drei Fahrmodi herum geswitcht und nicht mehr als 17,5 kWh pro 100 Kilometer verbraucht. Fazit: Fährt man rein im ECO-Modus wird man wohl auch die 300er Marke knacken – es wäre allerdings aber auch zu schade sich nicht doch hin und wieder dem SPORT-Modus hinzugeben – dann entsprechen die Fahrleistungen mit den vollen 136 PS auch der dynamischen Optik des Opel Mokka e.

Auch beim Laden geht´s halbwegs flott voran. Mit einer der viel verbreiteten 50 kWh Ladesäulen ist der Akku in gut einer Stunde wieder auf brauchbaren 80 Prozent. Daheim an der privaten Wallbox reicht locker die Nacht für eine Vollladung.

Auch innen gefällt die Optik des kleinen Opel-SUV.

Opel nennt die Armaturen “Pure Panel” – dies sind zwei Bildschirme, die sich hinter dem Lenkrad Richtung Dashboard-Mitte optisch zu einem einzigen großen Panel vermählen. Das sieht modern aus und lässt sich auch völlig problemlos bedienen, konfigurieren und ablesen. Die Fahrstufen werden ebenfalls minimalistisch mit einer kleinen Wippe eingelegt – nur die Rekuperationstaste “B” ist zu klein geraten – die erwischt man nicht ohne hinzusehen.

Unser Fazit

Dank flottem Aussehen (vor allem die Vizor Frontpartie sieht einfach super aus) und toller Technik wird der Opel Mokka e vor allem beim jugendlichen Publikum seinen Weg machen. Für uns ist dieses Auto jedenfalls eines der Top-Newcomer des Jahres.

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