VW Golf Variant Test

Viel falsch machen kann man definitiv nicht, wenn man sich den VW Golf als Variant mit TDI-Motor nimmt.

VW Golf Variant Test

Der Golf hat´s derzeit nicht unbedingt leicht. Von allen Seiten rücken ihm die Mitbewerber auf den Pelz – vor allem die “Inhouse”- Konkurrenz von Seat und Skoda zwicken ihm einiges an Marktanteilen weg.

VW Golf Variant Test

Äußerlich übernimmt der Variant bis zur B-Säule das Design der Limousine. Vor allem in der getesteten R-Line Ausstattung gefällt die fast schon aggressive Front mit ihren riesigen Kühleröffnungen und die optionalen iQ.Light-LED-Matrixscheinwerfer. Das Kombiheck selbst ist homogen in die Fahrzeuglinie integriert, es birgt einen glattflächigen, gut beladbaren Kofferraum mit bis zu 1.642 Litern Fassungsvermögen. Auch die neueste Generation des Golf ist sofort als Golf identifizierbar.

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Interieur und Funktionen übernimmt der Variant natürlich von der Fließhecklimousine – was in der aktuell achten Golf-Generation eher zwiegespalten zu sehen ist. Denn damit erbt auch der Kombi auch diverse Software-Problemchen, wie zum Beispiel spinnende Assistenzsysteme oder das des Öfteren “nicht verfügbare” Audiosystem.

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Ebenfalls ärgerlich fanden wir das langsame Hochfahren des Infotainmentsystems – egal ob man schnell rückwärts ausparken will und die Rückfahrkamera noch nicht läuft oder ob sich das Navi erst nach mehreren hundert Metern Fahrt aktiviert – sorry VW, in Zeiten von iPhone & Co muss sowas schneller gehen. Über die fummelige Bedienbarkeit der sensitiven Bedienfelder und Schieberegler haben wir schon öfters geschrieben – auch über die Ablenkung dadurch während der Fahrt.

Dafür gefallen die brillante und übersichtliche Darstellung des Digital-Cockpits und des 10-Zoll-Touchscreens, mit denen unser Testwagen bestückt war. Auch die Softtouch-Oberflächen sowie die Carbon-Applikationen der R-Line fassen sich gut an und wirken hochwertig verarbeitet. Zur R-Line Ausstattung des im Golf Variant gehören außerdem beheizbare Sportsitze, ein kantiges, ebenfalls beheizbares Sportlenkrad sowie die Pedalerie in Edelstahl. VW hat eine Vielzahl an serienmäßigen Assistenzsystemen, bestehend aus dem Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City- Notbremsfunktion und Fußgängererkennung, Spurhalte- und Abbiegeassistenten, Müdigkeitserkennung und das lokale Warnsystem Car2X im Golf Variant verbaut. Sie funktionieren weitgehend unaufdringlich und fehlerfrei – also so wie es sein soll.

VW Golf Variant Test

Der TDI-Sound drängt sich nicht in den Vordergrund

Wenn schon Golf, dann TDI, möchte man fast sagen. Und wirklich passt der 150 PS starke Selbstzünder nach wie vor perfekt in den VW Golf Variant. Er liefert ordentlich Dampf auch schon in den unteren Drehzahlbereichen und sorgt auch bei flotten Überholvorgängen nicht für feuchte Hände. Überhaupt lässt sich der Golf Variant überaus sportiv bewegen – da spielt das Siebengang-DSG mit seinen feinen Gangwechsel perfekt mit. Das perfekt abgestimmte R-Line Sportfahrwerk und die präzise, feinfühlige Lenkung tragen ihren Teil zum dynamischen Fahrerlebnis bei.

VW Golf Variant Test

Apropos perfekt: Gleich zwei SCR-Kats mit doppelter AdBlue-Einspritzung (Twin-Dosing), um die gefährlichen NOx-Emissionen in harmlosen Stickstoff und Wasser umzuwandeln, machen den TDI-Motor zu den saubersten im Lande. Ebenso positiv gestaltet sich der Besuch an der Tankstelle. Unser Testverbrauch hat sich bei 5,2 Litern Diesel im Schnitt eingependelt – ein sehr guter Wert.

Fazit

Als Kombi braucht der VW Golf TDI (noch) nicht die aufstrebende Elektrofraktion à la ID.3 zu fürchten. Vor allem im Businessbereich wird wohl noch länger gedieselt. Schließlich lässt sich eine Reichweite von 1.000 Kilometern zwischen den 5-Minuten-Tankstops nicht wegdiskutieren.

VW Golf Variant Test

Daten Fakten VW Golf Variant R-Line TDI DSG
Motor: 4-Zylinder Turbodiesel
Hubraum: 1968 ccm
Leistung: 150 PS
Drehmoment: 360 Nm bei 1600–2750 U/min
Vmax: 223 km/h
0 auf 100 km/h: 8,7 Sek.
Testverbrauch: 5,2 Liter Diesel
Basispreis: 36.440 Euro

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