Die Aufgabenverteilung im PSA Konzern ist klar abgesteckt. DS steht für feinstes französisches Premium, Peugeot bedient das qualitätsbewusste eher sportiv angehauchte Klientel, während Opel bodenständige aber nicht minder hochkarätige Kost liefert und Citroen sich ganz den Komfortsuchenden und Preisbewussten widmet. Eine Gemeinsamkeit ist die innovative Fahrzeug-Plattform – in unserem Fall moderne Plug-in-Hybrid Technik.

Kein halbwegs vernünftiger Mensch wird den großen Citroen C5 übertrieben sportlich bewegen. Man steigt ein und der Ruhepuls rasselt auf rund 50 Schläge runter. So gesehen ist auch das SPORT-Mapping eher von theoretischer Natur.

Als letzter im PSA-Bunde hat nun auch Citroen sein Flaggschiff elektrifiziert. Die technischen Daten sind dabei keine Überraschung für uns, steckt doch der bekannte Sechzehnhunderter-Benziner mit seinen 181 PS unter der Motorhaube. Dieser wird von einem 110 PS-Elektromotor unterstützt, welcher ins Gehäuse der Achtgang-Wandlerautomatik integriert ist. Zusammen liefern die beiden Aggregate eine Systemleistung von 224 PS an die Vorderräder. Ein dritter E-Motor auf der Hinterachse fehlt – Allrad gibt es bei Citroen schon traditionellerweise nicht.

Die 224 PS machen aus dem Citroen C5 Aircross keine Rakete – man darf sich aber jede Menge Souveränität erwarten, welche zum gemütlichen Auftritt perfekt passt.

Vernünftigerweise ist man im HYBRID-Modus unterwegs – da arbeiten die beiden Motoren perfekt zusammen und liefern druckvolle Kraft bei angenehm leiser Akustik. Beim Gaswegnehmen wird rekuperiert und wer möchte kann auch komplett elektrisch dahingleiten – das funktionierte im Test mit rund 40 Kilometern Reichweite recht gut. So richtig perfekt geht der C5 Aircross natürlich ans Werk, wenn man den 13,2 Kilowatt fassenden Akku zuhause an der Wallbox oder an einer Ladesäule mit Strom versorgt. Das dauert zwischen rund drei und sieben Stunden – also in der Regel eine Nacht lang. Am nächsten Morgen fährt man dann elektrisch los und weckt auch die Nachbarn nicht auf. So darf man sich dann auch über tolle Verbrauchswerte von rund zwei bis drei Litern freuen. Ladefaule bekommen an der Tankstelle eine andere – wenngleich auch nicht wirklich erschreckende – Rechnung präsentiert, nämlich rund 7,5 Liter Super für 100 Kilometer.

Liegt satt und federt noch satter – als Hybrid ist der Citroen C5 Aircross unübertroffen bequem.

Grundsätzlich ist so ein Citroen C5 Aircross ja schon ein extrem bequemes Auto – die zusätzlichen Kilos der Hybrid-Technik verleiht der Federung des Franzosen aber noch eine gehöriges Plus an Feinfühligkeit. Dazu passt dann auch noch die extrem ruhige Geräuschkulisse, die einem umgibt.

Man sitzt nicht, man thront auf extrem bequemen Fauteuils und blickt auf zwei übersichtlich gestaltete Bildschirme hinterm Lenkrad und der Mittelkonsole. PSA-Kenner haben damit keinerlei Probleme aber auch Citroen-Novizen werden mit der Bedienung schnell zurande kommen. Das Platzangebot ist hervorragend – auch hinten sitzt man super-gemütlich. Wer möchte kann die Rückbank verschieben und den ohnehin großen Kofferraum noch erweitern.

Und ganz zum Schluss gibt´s auch noch preislich Gutes zu vermelden.

Bereits ab 40.790 Euro wird man beim Citroen Händler in Sachen C5 Aircross Hybrid fündig. Für diesen Betrag bekommt man von der Konkurrenz noch nichts Elektrifiziertes in der Art.

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