Citroen e-C4

Ganz nach Art des Hauses belebt Citroën mit dem ë-C4 die elektrische Kompaktklasse mit optischer Originalität und jeder Menge Komfort.

Citroën war schon immer eine jener Marken, die andere Wege als ihre Mitbewerber gewählt haben. Der neue C4 erfindet zwar die Kompaktklasse nicht unbedingt neu, dennoch lancierte Citroën damit eine moderne Kombination aus SUV, Coupé und Limousine, die den C4 deutlich aus dem Segment heraushebt.

Neben den Äußerlichkeiten liefert Citroën noch herausragenden Komfort sowie die aus dem Stellantis-Konzern (vormals Groupe PSA) bekannte Wahlmöglichkeit aus nahezu allen gängigen Antriebsmöglichkeiten – nämlich Benzin, Diesel und Elektro. Wir hatten jetzt den vollelektrischen Citroën ë-C4 für einen Intensivtest bei uns zu Gast.

Das Elektro-Limousinen-SUV-Coupé

Citroën ë-C4 test

Dank der im Vergleich zu den anderen Klassenkameraden um vier Zentimeter höheren Bodenfreiheit und der um bis zu zehn Zentimetern angehobenen Sitzposition kombiniert der Citroën ë-C4 das Beste aus den Fahrzeugklassen. Der dank einer Coupé-haft geduckten Dachlinie sehr günstige cw-Wert von 0,28 sorgt nicht nur für sportliche Optik, sie fördert auch die Effizienz und sorgt zudem für eine angenehm ruhige Atmosphäre im Innenraum, während das hohe Sitzniveau für bequemes Ein- und Aussteigen sorgt.

Citroën ë-C4 test

Der Fahrer blickt auf ein aufgeräumtes digitales Kombiinstrument, darauf wird neben der Geschwindigkeit auch die Reichweite angezeigt. Die darüber liegende Head-up-Plexiglasscheibe bräuchte man eigentlich gar nicht. Über den zentralen Bildschirm lassen sich alle Einstellungen steuern, gleichzeitig verzichtet Citroën aber nicht auf konventionelle Schalter unter anderem für die Steuerung der Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung oder der Lautstärke.

Wie sich die Zeiten ändern. Während vor nicht allzu langer Zeit Volkswagen als Synonym für gute Verarbeitung und perfekte Bedienbarkeit galt, hat jetzt Citroën, als ehemaliger Nachzügler in diesen Bereichen den vermeintlichen Perfektionisten aus Wolfsburg überholt – vor allem, wenn man sich die beiden Elektro-Kompakten ë-C4 und ID.3 näher ansieht.

Citroën ë-C4 test


Vor allem die speziellen Advanced-Comfort-Sitze erhöhten den Wohlfühlfaktor im ë-C4. Sie verfügen über eine besonders weiche rund drei Zentimeter dicke Oberflächenschicht, in der man regelrecht versinkt. Das Gefühl ist, wie auf einem bequemen Sofa zu sitzen – nur mit dem Unterschied, dass man trotzdem nicht auf den zum Fahren nötigen Halt verzichten muss. Dadurch sind die Sitze zwar super-kuschelig aber dennoch auch langstreckentauglich.

Zusammen mit der Advanced-Comfort-Federung bietet der ë-C4 einen Fahrkomfort, den man in der Kompaktklasse so kein zweites Mal findet. Lange Bodenwellen, wie auch kurze Stöße werden ordentlich weggefiltert – der Wagen verliert aber auch da nicht den Halt, er bleibt stets stabil und und wirkt niemals schwammig. Das unterscheidet diesen Citroën auch von seinen hydropneumatischen Vorgängern, die ja nicht unbedingt ein Ausbund an Fahrpräzision waren. Die Lenkung im ë-C4 ist zwar leichtgängig aber zielgenau – passt also hervorragend ins Konzept. Genauso, wie der Elektroantrieb.

Dass die Lautlosigkeit und Geschmeidigkeit eines Elektroantriebs perfekt zur gesteigerten Wohlfühlatmosphäre im Citroën ë-C4 passt, liegt auf der Hand.

Auch der ë-C4 beherbergt die konzern-eigene E-Mobilitätsstruktur, die wir unter anderem schon vom Peugeot e-208, eExpert, DS3 E-Tense kennen. Diese bewährt sich durch praxistaugliche Handhabung, Reichweite sowie Fahrleistung. Die gelieferten maximal 100 kW Leistung werden über eine 50 kWh fassende Batterie gespeist, sie reichen für die meisten Fahrten locker aus, sofern diese artgerecht sind. Soll heißen: Alles außer Langstrecke – Autoreisende greifen besser zum verbrennenden C4.

Wintertests zeigen oft schonungslos auf, wie sehr die kalte Witterung negativen Einfluss auf die Reichweite eines Elektroautos nimmt – das ist auch im Falle des ë-C4 nicht anders.

Citroën ë-C4 test

Während man bei moderaten Temperaturen mit über 300 Kilometern pro Akkuladung rechnen darf, schrumpft die Reichweite bei Minusgraden auf teilweise unter 200. Vor allem frostige Nächte im Freien lassen die Reichweitenanzeige beängstigend schrumpfen ohne auch nur einen Meter gefahren zu sein. Dies behebt sich gottseidank zum Teil wieder selbst, wenn es untertags wieder wärmer wird. Elektronovizen müssen allerdings damit umgehen lernen.

“Im Frühling werden nicht nur die Tage wieder länger, sondern auch die Reichweiten der Elektroautos.”

#Eslebedasauto

Das Laden des Citroën ë-C4 geht schon relativ flott vonstatten. Sollte man eine öffentliche Ladesäule mit einer Leistung von 100 kW finden, sollte in gut 30 Minuten die Batterie bis zu 80 Prozent wieder aufgeladen sein – an der heimischen Wallbox dauert das rund fünf Stunden.

Citroën ë-C4 test


Drei Fahreinstellungen stehen bereit, wobei „Eco“ vor allem im Innenstadtgewusel und bei niedrigem Akku-Stand interessant ist – damit erreicht der C4 auch die optimalste Reichweite. Nur im „Sport“ Modus liefert der Motor seine gesamten 136 PS und damit die allseits beliebte Elektro-Dynamik ab. Dann gehts in 9,7 Sekunden auf Hundert und wer möchte, darf 150 km/h damit fahren. Im Alltag wird wohl meistens der “Normal”-Modus seinen guten, weil unauffälligen Dienst verrichten und den ë-C4 zu einer Art fliegenden Teppich machen auf dem man tiefenentspannt dahin schwebt.

Citroën ë-C4 test



Citroën bedient mit dem ë-C4 wie gewohnt ein klar abgestecktes Zielpublikum.

Nämlich das Komfort suchende, sich von der Masse abheben wollende. Der Citroën ë-C4 punktet dabei mit guter Verarbeitung, Materialqualität sowie einfacher Bedienbarkeit, allesamt Attribute, die derzeit teilweise – auch aus Kostengründen – etwas unter die Räder kommen. Ab EUR 35.950

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

You May Also Like

Clockwork Orange

Der Ford Focus ST Turnier ist auch mit Turbodiesel-Motor ein unverschämt sportliches Auto.

Schlicht und gar nicht einfach.

“Twindosed” und weitgehend entknopft präsentiert sich die neue Generation des VW Tiguan.

Skoda Kodiaq RS – Gut gebrüllt Teddy!

240 PS liefert der doppelt aufgeladene Zweiliter-TDI. Damit fährt der Kodiaq ziemlich weit nach vorne in der Liga der Power-SUV.

Charaktertyp

Nicht nur die feine Optik macht den Peugeot 2008 zum coolsten Vertreter seiner Zunft – auch die hochkarätige Technik spielt alle Stückeln.